Teilnahme am geplanten bundesweiten Städtewettbewerb "Lass die Steine hüpfen"
Bericht
Die Stadt Frankfurt am Main stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels. Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung, Verschattung und Versickerung von Niederschlagswasser vor Ort sind wichtige Handlungsfelder der städtischen Klimaanpassung und dringend geboten. Stadtseitig werden im Rahmen von Umgestaltungsmaßnahmen stets Möglichkeiten der Entsiegelung und Begrünung von Straßenräumen geprüft und gegebenenfalls umgesetzt. In Erschließungsgebieten wird die Versiegelung von nicht für den Verkehr erforderlichen Flächen weitestgehend vermieden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Partizipation am Projekt "Mikrobeete/Minibeete". Hier können Bürger:innen aktiv bei Entsiegelungen und Begrünungen mitmachen. Ein formloser Antrag an das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) über gestattungen.amt66@stadt-frankfurt.de führt zu einer Prüfung der beantragten Fläche. Bei einem positiven Ergebnis der Prüfung kümmert sich das ASE um die Entsiegelung der Fläche. Die Mikrobeete werden von ehrenamtlichen Pat:innen betreut. In Frage kommen öffentliche Flächen auf Gehwegen. Um die Anpassung der Stadt an den Klimawandel voranzutreiben, fördert der Magistrat seit 2018, zunächst mit dem Förderprogramm "Frankfurt frischt auf", seit November 2023 mit dem Förderprogramm "Klimabonus" Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Im Bereich der Klimaanpassung unterstützt die Stadt private Hauseigentümer:innen und Grundstückseigentümer:innen, Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, die mehr Grün auf, an und hinter das Haus bringen wollen. Gefördert werden unter anderem die Entsiegelung und Begrünung von (Hinter-)Höfen, Grundstückseinfahrten und ähnlichem wie beispielsweise vorbereitende Maßnahmen wie der genehmigungsfreie Abbruch von Gebäuden, das Entfernen von versiegelnden Bodenbelägen, Bodenaufbereitung beziehungsweise Bodenaustausch, Bepflanzungen und gärtnerische Gestaltung von Flächen, Mauern und Zäunen einschließlich Rankhilfen, Schaffen von öffentlichen Zugängen, Anlegen von Hochbeeten und Anschaffen von Pergolen inklusive der jeweils erforderlichen Planung. Die Förderquote bei Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen liegt bei 50 %. Allein im Jahr 2024 wurden über 100 Maßnahmen im Bereich Entsiegelung und Begrünung durch den Klimabonus gefördert. Für 2025 ist geplant, das Förderprogramm intensiver zu bewerben, um die Antragszahlen noch weiter zu steigern. In diesem Zusammenhang wird geprüft, ob besonders gelungene Maßnahmen, die versiegelte Flächen in grüne Oasen verwandelt haben, eine Auszeichnung erhalten könnten. Mit dem Anreiz durch eine Prämierung könnten die Bürger:innen für das Thema sensibilisiert und zum Mitmachen angeregt werden. Ein weiteres stadtweites Förderprogramm besteht mit dem "Geschenkten Baum". Hierbei können Privatpersonen eine Förderung von bis zu 500 € bekommen, wenn im Siedlungsbereich Bäume gepflanzt werden - ein vielfach praktizierter Anreiz, um damit auch Versiegelungen zurückzunehmen. Auch der von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz geplante Städtewettbewerb unter dem Titel "Lass die Steine hüpfen" könnte das Thema Entsiegelung und Begrünung vorantreiben, allerdings sieht der Magistrat aufgrund gebundener Personalkapazitäten derzeit keine Möglichkeit, teilzunehmen. Von einer Auszeichnung vorbildlicher Entsiegelungsmaßnahmen im Rahmen des Förderprogramms Klimabonus werden allerdings ähnliche Effekte erwartet.