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Verkehrsinseln Schwanheim

Vorlagentyp: B

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 06.12.2013, ST 1687

Betreff: Verkehrsinseln Schwanheim Die angesprochenen vier Beete auf den drei Verkehrsinseln im Kreuzungsbereich Geisenheimer Straße/Schwanheimer Ufer sind Bestandteil des Projektes "Ökologisierung von Straßenbegleitgrün an der Schwanheimer Uferstraße". Die Initiative zielt darauf ab, die vier renaturierten Flächen im Kreuzungsbereich aus dem Projekt herauszulösen und in klassische Rosenbeete umzuwandeln. Zur Feststellung der ökologischen Wertigkeit dieser vier Teilflächen wurde mit der das Projekt begleitenden Biologin eine Exkursion durchgeführt. Diese ergab für die vier Teilflächen unterschiedliche Ergebnisse. Die beiden kleineren, südlichen (der Bebauung zugewandten) vegetationsbedeckten Teilflächen sind mit artenarmen ersten Queckenrasen bewachsen. Für diese Teilflächen kann der Initiative entsprochen werden, in dem sie in Rosenflächen umgewandelt werden können.


Gestalterisch könnte hierdurch ein Anschluss an die bereits etablierten südlich anschließenden Beeten erzielt werden. Die beiden größeren nördlichen Teilflächen sind optisch und räumlich eher als Bestandteil der Schwanheimer Uferstraße anzusehen. Diese beiden Vegetationsflächen sind struktur- und artenreicher bewachsen. Die vorgefundenen Arten sind der Stellungnahme als Auflistung beigefügt. Die Artenliste dokumentiert die Wertigkeit dieser Bereiche. Bei der Exkursion wurden 46 Pflanzenarten erfasst. Mit dem Wilden Majoran (Origanum vulgare), der Platthalmrispe (Poa compressa) und dem Kahlen Bruchkraut (Herniaria glabra) kommen 3 Zielarten der Sandmagerrasen nur auf dieser Fläche vor. Den anderen Verkehrsinseln des Projektraumes fehlen sie. Die Weg-Distel ist nur auf dieser Fläche beobachtet worden. Weitere Zielarten, wie der Natternkopf (Echium ulgare) und der Große Bocksbart (Tragopogon Dubius) kommen nur in Einzelexemplaren auf wenigen der andern Verkehrsinseln vor. Die ökologische Entwicklung der Verkehrsinseln ist in den letzten 3 Jahren sehr positiv verlaufen. Der wachsende Struktur- und Artenreichtum lässt die Flächen zu Landeinseln für Kleintiere werden. Selbst flugunfähige Tiere, wie die Wespenspinne, haben hier einen Lebensraum gefunden. Mit der gärtnerischen Umgestaltung dieser Verkehrsinseln würde man die bereits erzielten Erfolge in der ökologischen Aufwertung zu nichte machen und zudem einige der Zielarten der Sandmagerrasen im Projektraum verlieren. Aus diesem Grunde beabsichtigt der Magistrat, diese Teilflächen im Projekt zur ökologischen Aufwertung der Schwanheimer Verkehrsinseln zu belassen. Gegebenenfalls kann dem Wunsch nach repräsentativeren Handhabungen dieser Teilflächen durch Taktung der Mahd Rechnung getragen werden. Als Ausgleich für die Umwandlung dieser nördlichen Teilflächen bietet der Magistrat die Umwandlung des westlichen Grünstreifens in Höhe der Einfriedungsmauer des dort befindlichen Baumarktes an. Dieser Grünstreifen wurde im südlichen Abschnitt im Rahmen einer früheren Initiative mit Erfolg bereits in Rosenflächen umgewandelt. Der nördliche Abschnitt hingegen ist mit einem Sammelsurium an Bodendeckerrelikten bewachsen, das an dieser Stelle eher abwertend wirkt. Durch Herausnahme dieser Pflanzrelikte und durch Anpflanzung von Bodendeckerrosen gleichen Typs bis zur Zebrafurt könnte raumwirkend eine Aufwertung des Kreuzungsbereiches herbeigeführt werden.