Die Anlage von Rasengleisen bei Straßen- und Stadtbahnen vorantreiben
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Bericht des Magistrats vom 01.11.2019, B 395
Betreff: Die Anlage von Rasengleisen bei Straßen- und Stadtbahnen vorantreiben Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.06.2019, § 4263 Ziffer III - NR 902/19 CDU/SPD/GRÜNE - Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) plant in den nächsten 5 Jahren folgende Straßen- und Stadtbahnstreckenabschnitte zu erneuern, die auch grundsätzlich als grünes Gleis angelegt werden könnten. Straßenbahnstrecken: Streckenabschnitt im Bereich der Wittelsbacher Allee, ca. 300 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt im Bereich der Mörfelder Landstraße, ca. 500 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt im Bereich alt Fechenheim, ca. 750 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt Mainzer Landstraße (Stadtteil Nied) ca. 1000 m zweigleisige Strecke In Summe : ca. 2550 m zweigleisige Strecke Stadtbahnstrecken: Streckenabschnitt Am Industriehof, ca. 300 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt Marbachweg, ca. 300 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt Ludwig Landmann Straße, ca. 1000 m zweigleisige Strecke Streckenabschnitt am Hohen Weg, ca. 1000 m zweigleisige Strecke Überführungsgleis Schloßstraße, ca. 900 m zweigleisige Strecke In Summe: ca. 3500 m zweigleisige Strecke Die Mehrkosten von grünem Gleis zu konventionellen Oberbau unterliegen sehr starken Unterschieden und sind von der erforderlichen Bauart abhängig. Für die einfachste Ausführung, die z. B. im August dieses Jahres in Niederrad im Bereich der Adolf-Miersch-Straße angelegt wurde, ist mit ca. 300 Euro/Meter zweigleisige Strecke zu rechnen. Für Gleise im Stadtbahnsystem oder auch höher belasteten Straßenbahnstrecken (≥ 2 Linien) müssen rd. 2.000 Euro/Meter zweigleisige Strecke angenommen werden. Ursache hierfür ist die erforderliche Bauausführung des Tragsystems mit Betonlängsbalken. Im Frankfurter Streckennetz ist diese Bauart z.B. auf dem Riedberg ausgeführt worden. Die VGF bevorzugt ein Grüngleis einzubauen, was abgesehen von den üblichen Instandsetzungsarbeiten am Gleis im Idealfall keine zusätzlichen Pflegearbeiten, insbesondere Bewässerung der Vegetation erforderlich macht. Beispielhaft steht hier die Bepflanzung mit Sedum. Inwiefern sich dies in der Praxis wirklich auf langer Sicht umsetzen lässt, kann derzeit nicht beantwortet werden. Eigene Erfahrungswerte und der Austausch zum Thema mit anderen Verkehrsbetrieben werden gesammelt. Berücksichtigt werden muss auch, dass bei größeren Instandsetzungsarbeiten am Gleis, wie Schienenwechsel u. ä., das Grüngleis in erheblichen Maß zerstört und zumindest der Pflanzbereich (Boden Vegetation) wieder neu hergestellt werden muss.Nebenvorlage: Anregung vom 20.01.2020, OA 517 Antrag vom 05.12.2019, OF 739/9 Antrag vom 04.12.2019, OF 982/2