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METAhub-Framework - Digitale Infrastruktur für den städtischen Kulturbereich

Vorlagentyp: B

Bericht

Das METAhub-Framework ist eine digitale Entwicklungsumgebung, die kulturbezogene Daten aus den städtischen Kultureinrichtungen zusammenführt, neu interpretiert und über ein integriertes Content Management System (CMS) an beliebige Digitalanwendungen (u. a. Websites, Online-Sammlungen, Mobile-Apps oder Multimediaguides) ausspielen kann. Die schnittstellenorientierte Ausrichtung des Frameworks ermöglicht darüber hinaus den Datentransfer an externe, (inter-) nationale Wissensplattformen oder Forschungsdatenbanken (z. B. Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana, Proveana, Wikidata). Das Framework soll den organisch gewachsenen Dateninseln in den städtischen Museen begegnen und häuserübergreifende sowie themenorientierte Digitalangebote fördern. Ziel ist es, den Zugang zum kulturellen Erbe der Stadt Frankfurt niedrigschwellig und zielgruppengerecht zu gestalten. Das Framework wurde im Rahmen von METAhub (Museum, Education, Theatre, Arts) Frankfurt, einem durch die Kulturstiftung des Bundes (KSB) und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten Projekt, entwickelt. Ziel des vom

  1. Januar 2020 bis
  2. Juni 2024 bestehenden Projektverbundes unter Leitung des Jüdischen Museums Frankfurt war es, jüdische Kulturgeschichte mit Hilfe digitaler Angebote im Frankfurter Stadtraum erfahrbar zu machen. Dieser erzählerische Ansatz setzt voraus, Museumsobjekte aus den eigenständigen, digitalen Sammlungen des Jüdischen, Archäologischen und Historischen Museums zusammenzuführen. Hierfür benötigt es eine vermittelnde Infrastruktur, die entsprechende Objektdaten zusammenführt und die redaktionelle Ausspielung an digitale Anwendungen erlaubt. Dieser zentralen Anforderung wird das METAhub-Framework gerecht. Bisherige, den hauseigenen Zuständigkeiten geschuldete Datensilos werden zugunsten einer ganzheitlichen Erschließung aufgelöst, neue themenorientierte und zielgruppenspezifische Zugänge zum städtischen Kulturgut möglich. Kultureinrichtungen, die an das Framework angebunden sind, können digitale Anwendungen wie Websites, Mobile-Apps, Medienstelen und vieles mehr bespielen. Die dabei entwickelten, völlig unterschiedlich anmutenden Produkte basieren auf demselben CMS, wodurch sich bedeutende Synergieeffekte (u. a. geringere Entwicklungskosten, neue kuratorische Möglichkeiten oder die Weitergabe von bereits bestehenden Template-Programmierungen) realisieren lassen. Im Sinne einer bedarfsgerechten Konzeption wurden die städtischen Museen bereits früh in die Entwicklung des Frameworks einbezogen. Der Prozess wurde durch das Dezernat für Kultur und Wissenschaft koordiniert und über Mittel des dezernatseigenen Digitalisierungsbudgets finanziell unterstützt. Unter diesen Bedingungen konnte das Framework früh etabliert und im laufenden Betrieb erprobt werden. Bis heute bildet es das technische Rückgrat für folgende, städtische Vermittlungsangebote: Website des Shoah-Memorial-Frankfurt (www.shoah-memorial-frankfurt.de), Online-Sammlung des Jüdischen Museums (www.sammlung.juedischesmuseum.de), NS-Gedächtnisplattform des Historischen Museums (www.historisches-museum-frankfurt.de/de/ns-gedaechtnisplattform), Projektwebsite von METAhub (www.metahubfrankfurt.de), Mediaguide des Jüdischen Museums (native App). Weitere Anwendungen wie etwa die Frankfurt History App werden mit relevanten Inhalten bedient oder befinden sich aktuell in Entwicklung. Seit dem
  3. Januar 2025 haben sich das Kulturamt sowie alle städtischen Kultureinrichtungen zu einer Betreibergemeinschaft zusammengeschlossen. Als Teilhaber gewährleisten sie die Weiterentwicklung und Finanzierung des Frameworks. Hierfür wurde eine übergreifende Gremienstruktur - bestehend aus Steuerungsgruppe und Kompetenzzentrum - etabliert. Seit Beginn seiner Umsetzung sind in die Entwicklung des METAhub-Frameworks sind Investitionen in Höhe von ca. 160.000 Euro geflossen. Etwa 70 Prozent wurden durch die Kulturstiftung des Bundes bereitgestellt. Der weitere Ausbau wird über das Digitalisierungsbudget des Dezernats Kultur und Wissenschaft sowie projektbezogene Fördermittel gewährleistet.

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