Entsiegelungskonzept
Vorlagentyp: B
Bericht
Die Stadt Frankfurt am Main stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels. Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung, Verschattung und Versickerung von Niederschlagswasser vor Ort sind wichtige Handlungsfelder der städtischen Klimaanpassung. Zu
- Wie im Bericht des Magistrats vom 06.11.2023, B 427, mitgeteilt, klärt der Magistrat die Rahmenbedingungen für ein Entsiegelungskonzept, unter Berücksichtigung der notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Wesentlicher Baustein des Entsiegelungskonzeptes ist die Erstellung eines Entsiegelungskatasters, um entsprechende Flächen verorten zu können. Einige Ämter betreiben bereits eigenständig Initiativen und Programme zur Entsiegelung von Flächen. Um ein Entsiegelungskataster effektiv abbilden und betreiben zu können, soll ein Verzeichnis erstellt werden, in dem die Flächen aller Entsiegelungen (Potentiale und Umsetzungen) ämterübergreifend aufgenommen werden sollen. Der Aufwand und die Kosten zur Erstellung des Konzeptes müssen im Verhältnis zum Nutzen stehen. Im Folgenden wird detailliert auf die einzelnen Punkte eingegangen: Zu
- Es existieren bereits Programme (z.B. "Schöneres Frankfurt", Prioritätenliste "Klimaangepasste Stadtplätze"), deren Umsetzungen unter anderem Maßnahmen zur Entsiegelung nach sich ziehen werden. Die Zuständigkeit liegt dabei bei verschiedenen Ämtern. Entsprechende Flächen werden priorisiert und ins Kataster aufgenommen.
- a)Mit der Erstellung eines GIS-basierten Katasters inklusive einer Analyse des Entsiegelungs- und Begrünungspotenzials wurde ein Ingenieurbüro beauftragt. Die Karten sollen unter anderem als Grundlage für das Entsiegelungskataster dienen. Die Ergebnisse können der Öffentlichkeit und der Verwaltung z.B. als Themenkarte des Klimaplanatlas zur Verfügung gestellt werden.
- b)Je nach Ergebnis der Analyse werden in entsprechender Detaillierungstiefe Angaben zu den Entsiegelungskosten gemacht. Genaue Angaben zu den Kosten können erst im Zuge des Planungsfortschritts gemacht werden.
- c)Die Priorisierungsliste wird mit Hilfe einer Geodatenauswertung erstellt und sollte sich auf entscheidende Hotspots/Krisenpunkte konzentrieren. Die Etat-Anregungen werden dabei berücksichtigt.
- d)Die Etat-Anregungen der Ortsbeiräte wurden bereits auf Eignung aus fachlicher Sicht geprüft. Es werden voraussichtlich zehn der vorgeschlagenen Plätze (EA 5, 12, 118, 129, 173 und 188 aus dem Jahr 2023) ins Entsiegelungskataster aufgenommen.
- e)siehe "
- a)"
- f),
- h)Die pauschale Festlegung eines Entsiegelungsgrades in Prozent der Fläche ist nicht zielführend. Die fachliche Beurteilung der Flächen sollte an den jeweiligen Gegebenheiten (Abflusspotenzial, Versiegelungsgrad) ausgerichtet sein. Der Leitfaden zur Klimaangepassten Stadtplatzgestaltung trifft darüber hinaus verbindliche Festsetzungen zum Thema Versiegelung.
- g)Bei der Planung und Umgestaltung von Schulhöfen soll die Entsiegelung von Flächen geprüft und im Sinne einer nutzerorientierten Gestaltung umgesetzt werden. Zu
- Soweit möglich werden Fördermittel des Bundes und des Landes beantragt und bei Bewilligung konsequent abgerufen (z.B. die KfW-Fördermittel M444 Natürlicher Klimaschutz in Kommunen). Zu
- Seit 2017 fördert die Stadt Frankfurt Klimaanpassungsmaßnahmen über das Programm "Frankfurt frischt auf" (seit November 2023 "Klimabonus 2.0") Klimabonus | Stadt Frankfurt am Main. Die Stadt unterstützt private Hauseigentümer:innen und Grundstückseigentümer:innen, Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, die mehr Grün auf, an und hinter das Haus bringen wollen. Gefördert werden unter anderem die Entsiegelung und Begrünung von (Hinter-)Höfen, Grundstückseinfahrten und ähnlichem wie beispielsweise vorbereitende Maßnahmen wie der genehmigungsfreie Abbruch von Gebäuden, das Entfernen von versiegelnden Bodenbelägen, Bodenaufbereitung beziehungsweise Bodenaustausch, Bepflanzungen und gärtnerische Gestaltung von Flächen, Mauern und Zäunen einschließlich Rankhilfen, Schaffen von öffentlichen Zugängen, Anlegen von Hochbeeten und Anschaffen von Pergolen inklusive der jeweils erforderlichen Planung. Ein weiteres stadtweites Förderprogramm besteht mit dem "Geschenkten Baum". Hierbei können Privatpersonen eine Förderung von bis zu 500 € bekommen, wenn im Siedlungsbereich Bäume gepflanzt werden - ein vielfach praktizierter Anreiz, um damit auch Versiegelungen zurückzunehmen. Zu
- Mit der Gestaltungssatzung Freiraum und Klima der Stadt Frankfurt am Main (Freiraumsatzung) werden Regeln für die Versiegelung getroffen. Die Prüfung und Analyse von nicht überbauten privaten Flächen ist nicht zielführend, da der Bestandsschutz gilt. Zu
- Im Rahmen der jährlichen Berichtspflichten wird der Magistrat zum Umsetzungsstand berichten. Zu OA 124: Wir verweisen auf das Geoportal der Stadt Frankfurt (https://geoportal.frankfurt.de/), in dem die Eigentumsverhältnisse flurstücksgenau abrufbar sind. Die städtischen Flächen sind unter den Reitern "Themen", weiter zu "Fachdaten", weiter zu "Planen und Bauen", weiter zu "Eigentum" einsehbar.
Beratungsverlauf 22 Sitzungen
Sitzung
33
OBR 14
TO I, TOP 22
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 11
TO II, TOP 13
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
SPD CDU Linke
Ablehnung:
Grüne
Sitzung
33
OBR 6
TO I, TOP 49
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
32
OBR 7
TO II, TOP 12
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 4
TO II, TOP 30
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne SPD Linke FDP VOLT Dffm Und Fraktionslos
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Sitzung
33
OBR 1
TO I, TOP 80
1. Die Vorlage B 379 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Vorlage OF 1435/1 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 15
TO I, TOP 20
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
34
OBR 2
TO I, TOP 42
a) Die Vorlage B 379 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 16
TO I, TOP 28
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
WBE Grüne SPD FDP Linke BFF
Ablehnung:
CDU
Sitzung
33
OBR 10
TO II, TOP 38
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 13
TO I, TOP 22
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
32
OBR 8
TO I, TOP 40
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 9
TO II, TOP 15
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke Fdp Und Fraktionslos
Ablehnung:
BFF
Sitzung
33
OBR 3
TO I, TOP 46
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Sitzung
33
OBR 12
TO I, TOP 30
Die Vorlage B 379 dient unter Hinweis auf OA 505 zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
33
OBR 5
TO I, TOP 65
Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
31
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 21
1. Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 505 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke AFD VOLT FRAKTION BFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
Sitzung
35
OBR 2
TO I, TOP 36
Dem Antrag, sich mit der Vorlage B 379 nicht zu befassen, wird zugestimmt.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
31
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
TO I, TOP 26
1. Die Vorlage B 379 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 505 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke Fraktion BFF-BIG ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
34
OBR 1
TO I, TOP 21
Anregung OA 513 2024 1. Die Vorlage B 379 dient unter Hinweis auf die OA 513 zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OF 1435/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke Alle
Sitzung
34
Haupt- und Finanzausschusses
TO I, TOP 33
1. Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 505 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. 3. Die Vorlage OA 513 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke AFD VOLT FRAKTION BFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
Sitzung
36
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 50
1. Die Vorlage B 379 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 505 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. 3. Die Vorlage OA 513 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke AFD VOLT FRAKTION BFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF Gartenpartei