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Ist Heddernheim für die zunehmenden Hochwasserereignisse gerüstet?

Vorlagentyp: V

Fragen an den Magistrat

Der Magistrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:

  1. Ist die Stellungnahme des Magistrats vom 04.07.2022, ST 1559, auch angesichts der immer kritischer werdenden Folgen des Klimawandels noch zutreffend?
  2. Wann ist mit der Realisierung der Vorhaben zur Hochwasserableitung des Urselbachs zu rechnen und ist die aktuelle Hochwasserentwicklung aufgrund neuerer Untersuchungen des Regierungspräsidiums Darmstadt aus 2022 eingeflossen?
  3. Inwieweit ist es sichergestellt, dass es aufgrund sehr alter Wasserkanäle zu keinem weiteren Leitungsbruch wie im September 2022 kommen wird?
  4. Inwieweit ist sichergestellt, dass die Bebauung an der Sandelmühle keine negativen Folgen für die Hochwassergefährdung hat?
  5. Wurde die Planungsfläche Sandelmühle auf notwendige Vorsorgeflächen bei Hochwasser überprüft?

Kontext

Aus der Stellungnahme des Magistrats vom 04.07.2022, ST 1559:

  1. "Die Genehmigungsplanung für den Umbau des Eschersheimer Wehrs sieht vor, dass der Umbau des Eschersheimer Wehres als Ausgleichsmaßnahme der Deutschen Bahn AG (DB) für den Bau des 3. und
  2. Gleises nach Bad Vilbel hergestellt werden soll. Ein separates wasserrechtliches Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium Darmstadt war nicht notwendig." Dies vorausgeschickt, wird der Magistrat um Auskunft gebeten, ob diese Stellungnahme auch angesichts der immer kritischer werdenden Folgen des Klimawandels noch zutrifft? 2. "Der Urselbach wird zukünftig ein HQ 100, das heißt ein Hochwasser, das statistisch alle 100 Jahre einmal auftritt, ausuferungsfrei ableiten können. Die zukünftige Bachbreite wird zwischen 10 und 15 Metern an der Böschungsoberkante liegen." (ST 1559) "Die Planung sieht vor, dass die Fische und andere Wasserlebewesen das Eschersheimer Wehr durch einen Umfluter bzw. den im Querschnitt vergrößerten Urselbach passieren können." (ST 639) Wann ist mit der Realisierung dieser Vorhaben zu rechnen und ist hier die aktuelle Hochwasserentwicklung aufgrund neuerer Untersuchungen des Regierungspräsidiums Darmstadt aus 2022 (Amtsblatt Nr. 10) eingeflossen? 3. "Das Niederschlagswasser aus dem Stadtteil Frankfurt-Heddernheim wird im Trennsystem gefasst und über mehrere Einleitestellen in die Nidda geführt. Die Regenwasserkanäle liegen im Bereich der zur Versickerung vorgeschlagenen Heddernheimer Wiesen zirka 2,30 Meter bis 2,90 Meter unterhalb der Geländeoberkante." (ST 1273) Inwieweit ist es sichergestellt, dass es aufgrund stellenweise sehr alten Wasserkanälen zu keinem weiteren Leitungsbruch wie im September 2022 an den Trinkwasserleitungen im Bereich An der Sandelmühe kommen wird?
  3. Inwieweit ist angesichts aktueller (siehe Punkt 2.) Hochwasseruntersuchungen sichergestellt, dass die aktuelle Bebauung an der Sandelmühle, Höhe Olof-Palme-Straße keine negativen Folgen für eine mögliche Hochwassergefährdung auf den Flussverlauf Urselbach/Nidda haben wird?
  4. Ist die Planungsfläche Sandelmühle auf notwendige Vorsorgeflächen bei Hochwasser überprüft worden ? Ist der Abstand der Bebauungsplanung zum Uferrand eingehalten und gibt es eine ausreichende Zuwegung im Falle von Hochwasser für Einsatzkräfte?

Begründung

Aufgrund aktueller Entwicklungen im Hochwasserschutz ist eine Überprüfung der zum Teil 20 Jahre alten Sachstände notwendig und überfällig.

Verknüpfte Vorlagen