Griesheim: Umbau des Sossenheimer Wehrs - barrierefreie Umleitung während der Bauzeit
Fragen an den Magistrat
- Trifft es zu, dass das Rohr unter der Stahlbrücke am Listweg keine Funktion mehr hat?
- Welchen Aufwand würde es bedeuten, diese Brücke abzusenken und so barrierefrei nutzbar zu machen - natürlich dann auch dauerhaft über die Bauzeit hinaus?
- Hält der Magistrat eine solche Maßnahme für sinnvoll?
- Gibt es andere Möglichkeiten (Rampen), die Benutzbarkeit der Brücke zumindest zu verbessern?
Kontext
Im Rahmen der Renaturierung des Sossenheimer Wehrs, die in den nächsten Jahren stattfindet, wird der Rad- und Fußweg auf der südlichen Niddaseite während der kompletten Bauzeit von circa 18 Monaten umgeleitet werden müssen. Die Brücke über das Sossenheimer Wehr ist in dieser Zeit nicht zugänglich. Dadurch sind auf einer Strecke von fast drei Kilometern keine für Rollstuhlfahrende geeigneten Brücken mehr zugänglich, der Weg mit dem Fahrrad würde durch Treppen erheblich erschwert werden. Die Verbindung der Stadtteile Griesheim und Rödelheim ist für Radfahrende erheblich eingeschränkt. Die bestehende Stahlbrücke am Listweg könnte zur Entlastung beitragen, wenn sie für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen ertüchtigt werden würde. Ein Fernwärmerohr, welches der ursprüngliche Grund für die Erhöhung der Brücke war, sei inzwischen nicht mehr in Betrieb und könne abgebaut werden, wird erzählt, eine Information, die aber einer genaueren Überprüfung bedarf. Dann könnte die bisherige Oberfläche durch einige Anbauteile an der Stahlkonstruktion nach unten verlegt werden und die Brücke wäre auch für die oben genannten Personen nutzbar.
Begründung
Ein Fahrrad, einen Kinderwagen oder einen Rollator über diesen Aufgang zu bugsieren, erfordert große Anstrengung und ist extrem umständlich. Mit einem Rollstuhl hat man gar keine Chance. Auch wenn die Brücke nach den Bauarbeiten wieder an Bedeutung verlieren wird, wäre es kein Fehler, sie entsprechend zu ertüchtigen.