Nachhilfe vor Ort möglich machen
Stellungnahme des Magistrats
Die Stadt Frankfurt am Main legt großen Wert auf Chancengerechtigkeit und Bildungsbeteiligung. Wir stimmen der Aussage zu, dass Kinder und Jugendliche besonders von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen waren und sind. Sie haben nicht nur Schulunterricht versäumt, sondern mussten ebenfalls auf viele für ihre Entwicklung wichtige Erlebnisse verzichten. Der Magistrat - Stadtschulamt- stellte die Finanzierung des Maßnahmenpakets "Auswirkungen von Corona auf den Lebensalltag von Kindern (bis 10 Jahre)" sicher. Die Angebote richteten sich an Kindergruppen bis zum Ende der Grundschulzeit. Sie waren über die Tagesfamilien, Kindertageseinrichtungen, Ganztags-und Jugendhilfeträger in Grundschulen/Grundstufen direkt abrufbar. Den von der Stadt Frankfurt geförderten Maßnahmen lag ein erweiterter Bildungsbegriff zugrunde, der ausdrücklich (außerschulische) Aktivitäten im Bereich Kultur, Sport, Umweltbildung und Freizeit einbezog. Bei der Programmgestaltung sollte es nicht um ein "mehr vom Gleichen" gehen, die Angebote waren im Gegenteil auf die Bedürfnisse von Kindern während und "nach" Corona fokussiert und auf die damalige Situation zugeschnitten. Im Rahmen des Ganztags boten die Träger, die das Angebot vor Ort umsetzten, vielfältige Ferienangebote für Schüler*innen an, die ebenfalls die coronabedingten Defizite, vor allem im sozialen Bereich auffangen sollten. Die Frankfurter Grundschulen mit Erweiterter Schulischer Betreuung und/ oder die Grundschulen im Pakt für den Nachmittag unterbreiteten ein ganztägiges Ferienprogramm bei maximal 25 Schließtagen im Jahr. Das heißt, mindestens 76 Erweiterte Schulische Betreuungen (ESB) der Frankfurter Grundschulen boten in der Regel an drei Wochen in den Sommerferien ein verlässliches und vielfältiges Ferienangebot von 7:30 Uhr bis 17 Uhr an. An zahlreichen Schulen in Frankfurt am Main wird das Förderprogramm Jugendhilfe in der Schule bzw. in der Grundschule kommunal gefördert und von Freien Trägern der Jugendhilfe umgesetzt. Die Mitarbeiter*innen in diesen Programmen waren während der gesamten Zeit des Lockdowns ansprechbar und haben gemeinsam mit den Schulen den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen gehalten. Als der Unterricht vor Ort wieder begann, konnten sie daran anknüpfen und auf die aktuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen. Auch in diesem Rahmen gab es Projekte in den Schulferien, die für und mit den Schüler*innen der jeweiligen Schule konzipiert werden. Eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an dem Konzept des Ferienprogramms war und ist unabdingbar. In den Sommerferien konnten Schulen wie auch in den Osterferien Lerncamps durchführen. Die Lerncamps fanden in kleinen Gruppen bis max. zehn Schüler*innen statt und wurden von schulischen Fachkräften durchgeführt. Das Angebot war für die Schüler*innen kostenfrei und freiwillig. Die Anmeldung und Durchführung lag in der Verantwortung der Schulen. Für Schüler*innen der Klassenstufen 8 - 10 wurden mit dem Programm "Fit für die Zukunft - Deutsch als Bildungssprache" in den Oster- und Herbstferien Camps mit dem Schwerpunkt der Förderung von Deutsch als Zweitsprache angeboten. Darüber hinaus wurden mit dem hessischen Landesprogramm "Löwenstark - der BildungsKICK" in den folgenden beiden Schuljahren Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt. Hierfür wurden insgesamt rund 150 Millionen Euro jeweils zur Hälfte vom Land Hessen aus dem Corona-Sondervermögen und vom Bund über das Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" zur Verfügung gestellt. Die Maßnahmen sollten zu einem breit gefächerten schulischen und außerschulischen Förderangebot beitragen. Hierzu gehörte die Kompensation coronabedingter Lernrückstände sowie die Förderung von Kernkompetenzen und bei Bedarf auch eine psychosoziale Unterstützung. Darüber hinaus hat das Programm "Frankfurt zaubert" sehr erfolgreich verschiedenste Angebote für Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte angeboten.