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Einführung des "e-Risikomanagement Starkregenfrühalarmsystems" für den Ortsbezirk 8

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

Der Magistrat beschäftigt sich intensiv mit dem Thema "Einführung eines Starkregenfrühwarnsystems". Im Rahmen einer umfassenden Marktrecherche wurden in diesem Jahr bereits zahlreiche Gespräche und fachliche Austausche mit potenziellen Partner:innen geführt, die über ausgewiesene Expertise in den Bereichen hydrologische Modellierung, Dateninfrastruktur und Frühwarnsysteme verfügen. Auch mit dem Landkreis Fulda und dem Ingenieurbüro, welches das "e-Risikomanagement Starkregenfrühalarmsystem" dort erfolgreich implementiert hat, hat ein intensiver Austausch stattgefunden. Die dort gewonnenen Ergebnisse zeigen eine Vorwarnzeit von 15 bis 45 Minuten, in der Bürger:innen und Rettungskräfte im Rahmen ihrer Möglichkeiten Schutzmaßnahmen ergreifen können, um Starkregenrisiken wirksam zu verringern. Zur Prüfung der Umsetzbarkeit und Einschätzung der notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Einführung eines solchen Systems, für das Stadtgebiet Frankfurt, wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die Ende 2025 abgeschlossen wird. Die Zwischenergebnisse der Studie sind in einen Förderantrag eingeflossen, den die Stadt Frankfurt Anfang November 2025 beim Land Hessen im Rahmen des Programms "Starke Heimat Hessen" gestellt hat. Mit einem Förderbescheid wird im Laufe des zweiten Quartals 2026 gerechnet. Die Projektbearbeitung erfolgt nach Vorliegen eines positiven Förderbescheids voraussichtlich bis Ende 2028. Das für die Stadt Frankfurt am Main geplante System soll auf die bisher in Hessen eingesetzten "e-Risikomanagement-Systeme" aufbauen, beinhaltet jedoch noch weitere Funktionalitäten. So soll das System sowohl für pluviale Ereignisse (urbane Sturzfluten abseits der Gewässer und an den kleineren Bächen), als auch für fluviale Ereignisse (gewässerbezogene Ereignisse an mittelgroßen bis großen Gewässern) zum Einsatz kommen und direkt an die Einsatzleitsoftware der Feuerwehr angebunden werden. Die Warnungen sollen über etablierte Kanäle wie NINA oder hessenWARN erfolgen. Das System soll über KI-gestützte Echtzeitsimulationen Gefahrenlagen unmittelbar abbilden und kann auch weitere Zwecke wie Maßnahmenüberprüfung eingesetzt werden.

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