Integrationslotsen für Preungesheim sowie die weiteren Stadtteile des Ortsbezirks 10
Inhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 29.01.2010, ST 303
Betreff: Integrationslotsen für Preungesheim sowie die weiteren Stadtteile des Ortsbezirks 10 Medienberichte der letzten Zeit über Projekte, die mit "Integrationslotsen" arbeiten, haben zu der Annahme geführt, dass es sich dabei um ein standardisiertes und abrufbares Integrationsprojekt handelt. Das ist aber nicht der Fall. Der Begriff "Integrationslotsen" meint in der Regel, Ehrenamtliche oder Honorarkräfte - zumeist mit eigener Migrationsgeschichte, die in Projekten mit ganz unterschiedlichen Konzepten und für ganz unterschiedliche Zielgruppen Vermittlungs- und Brückenbildungsfunktionen wahrnehmen- zumeist für Zielgruppen derselben Herkunft bzw. Muttersprache. Es ist davon auszugehen, dass auch wenn bei solchen Projekten mit Integrationslotsen Ehrenamtliche eingesetzt werden, dies auf der Grundlage eines Konzeptes erfolgen, eine institutionelle Anbindung gegeben und eine fachliche Koordination gewährleistet sein sollte. Das Anliegen des OBR 10, in den Stadtteilen des Ortsbezirks 10 Integrationslotsen einzusetzen, halten wir ganz grundsätzlich für sehr unterstützenswert. Vorraussetzung dafür wäre die Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes, das z.B. in Zusammenarbeit des OBR 10 mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten erstellt werden könnte. Als Vorbild für die Arbeit von Integrationslotsen in Stadtteilen erscheint uns das Modell der Kinderbeauftragten geeignet zu sein. Die Erstellung und Umsetzung eines solchen Konzeptes in den Stadtteilen des OBR 10 wäre dann als Modellprojekt zu verstehen, das bei einem erfolgreichen Verlauf auch in anderen interessierten Stadtteilen Anwendung finden könnte.