Trinkwasserbrunnen entlang der Frankenallee
Stellungnahme des Magistrats
Im Rahmen der Ortsbeiratsanfrage OM 7158 wird um eine Stellungnahme zur Errichtung mehrerer Trinkbrunnen entlang der Frankenallee gebeten. Nachfolgend möchte der Magistrat eine Übersicht über das bestehende Verfahren zur Auswahl und Errichtung neuer Trinkbrunnen geben und den aktuellen Stand zur Prüfung der vorgeschlagenen Standorte darstellen. Die Auswahl neuer Trinkbrunnenstandorte erfolgt in einem strukturierten Verfahren durch die AG Trinkbrunnen. Diese besteht aus verschiedenen städtischen Ämtern und relevanten Akteuren unter der Federführung des Klimareferats. Die AG Trinkbrunnen berät regelmäßig über mögliche neue Standorte. Dies geschieht anhand einer umfangreichen Prüfliste, in die Standorte aus verschiedenen Quellen aufgenommen werden. Dazu gehören Anfragen aus der Bevölkerung, Vorschläge von Ortsbeiräten sowie Hinweise anderer Ämter, die bspw. auf geplante städtische Projekte hinweisen, in deren Umfeld ein Trinkbrunnen sinnvoll wäre. Bei der Auswahl neuer Standorte werden unterschiedliche Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem das Überwärmungspotenzial des Standorts, die Frequentierung des Platzes, die Nähe zu Wohnsiedlungen sowie die technische Realisierbarkeit durch vorhandene Wasserleitungen oder die Beschaffenheit des Untergrunds. Dabei ist zu beachten, dass Trinkbrunnen vorrangig an Orten errichtet werden, an denen Menschen keinen direkten Zugang zu Wasser haben - beispielsweise in der Innenstadt, wo sich u.a. viele Touristen aufhalten. Eine Priorisierung von Wohnsiedlungen erfolgt nicht, da dort in der Regel Wasserzugang im häuslichen Umfeld gegeben ist. Nachdem die AG Trinkbrunnen sich auf neue Standorte verständigt hat, erfolgt die Ausschreibung der Bauleistungen durch das Klimareferat. Im Rahmen einer Ortsbegehung der AG Trinkbrunnen in der Kalenderwoche 33 im Gallusviertel wurden auch die entlang der Frankenallee vorgeschlagenen Standorte begutachtet. Dabei hat sich gezeigt, dass die Umsetzung durch diverse parallele Planungen im Umfeld erschwert wird und ein erhöhter Abstimmungsbedarf besteht. Darüber hinaus sind viele der vorgeschlagenen Standorte Bestandteil des Programms "Schöneres Frankfurt", sodass auch hier weitere Koordinierungen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund ist eine kurzfristige Umsetzung an der Frankenallee eher schwierig. Demgegenüber hat sich der Standort im Lotte-Specht-Park bei derselben Ortsbegehung als vergleichsweise einfacher realisierbar erwiesen und wird daher vorrangig weiter geprüft. Der Magistrat möchte an dieser Stelle aber betonen, dass der Ortsbezirk 1 in den Planungen berücksichtigt wird und eine ausgewogene, flächendeckende Versorgung des gesamten Stadtgebiets mit Trinkbrunnen angestrebt wird.