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Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen

Vorlagentyp: OA

Anregung

Der Magistrat wird aufgefordert, die Einführung einer Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen zu prüfen und darüber zu berichten. Diese soll von Verkaufsstellen von Einwegverpackungen, Einweggeschirr und Einwegbesteck in den Stadtteilen und in der Innenstadt erhoben werden, die darin Speisen und Getränke für den sofortigen Verzehr oder zum Mitnehmen ausgeben. Ein Beschlussvorschlag über juristische und finanzielle Auswirkungen sowie ggf. Ausnahmen sollen der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.

Begründung

Die Verpackungssteuer soll mit dem Ziel erhoben werden, den Verpackungsmüll, u. a. in Stadtteilen wie dem Nordend, aber auch in der gesamten Stadt, insbesondere in der Umgebung der genannten Verkaufsstellen, zu reduzieren. In der Stadt Tübingen gilt seit dem

  1. Januar 2022 eine Verpackungssteuer. Der Steuerbetrag beträgt 50 Cent für Einwegverpackungen wie zum Beispiel Kaffeebecher, 50 Cent für Einweggeschirr wie zum Beispiel Pommesschalen und 20 Cent für Einwegbesteck und andere Hilfsmittel wie zum Beispiel Trinkhalme oder Eislöffel. Die Leiterin einer Tübinger McDonald's-Filiale hatte gegen die Einführung der Verpackungssteuer geklagt, das Bundesverfassungsgericht hat aber im November 2024 die Tübinger Verpackungssteuer für rechtmäßig erklärt (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/b vg25-006.html). Zwischenzeitlich laufen aufgrund der nunmehr gewährleisteten Rechtssicherheit die Vorbereitungen zur Einführung einer Verpackungssteuer in mehr als 100 Städten (Quelle: Deutsche Umwelthilfe). Frankfurt sollte unbedingt dazu gehören. Auch in Frankfurt ist die zunehmende Vermüllung des Stadtbildes durch weggeworfene Einwegverpackungen zu einem viel kritisieren Problem geworden. Durch eine Verpackungssteuer könnten die Kosten der Müllentsorgung zumindest teilweise an die Verursacher*innen gerichtet werden. Vor allem aber würde ein Anreiz zur Verwendung von Mehrwegsystemen geschaffen werden. Aus Tübingen wird berichtet, dass Mehrwegsysteme seit Einführung der Verpackungssteuer um den Faktor 10 häufiger benutzt werden. Zwar gibt es in ganz Deutschland seit Anfang 2023 eine Mehrwegpflicht, die aber nur besagt, dass den Kundinnen und Kunden eine Mehrwegalternative angeboten werden muss. Diese Gesetzesänderung allein hat bisher noch nicht zu mehr Sauberkeit geführt.

Beratungsverlauf 12 Sitzungen

Sitzung 36
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 14
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT
Ablehnung:
CDU Linke ÖkoLinX-ELF
Sitzung 36
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 22
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD
Enthaltung:
ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung 39
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 19
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD
Enthaltung:
ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung 37
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 24
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Enthaltung:
FRAKTION
Sitzung 37
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 17
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT FRAKTION
Sitzung 40
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 17
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Enthaltung:
FRAKTION
Sitzung 38
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 24
Abgelehnt
Die Vorlage OA 546 wird abgelehnt.
Zustimmung:
CDU FDP BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
Linke FRAKTION Grüne SPD VOLT
Sitzung 38
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 39
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung 41
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 28
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage OA 546 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung 39
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 32
Angenommen
Die Vorlage OA 546 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne SPD VOLT FRAKTION
Ablehnung:
CDU FDP AFD Linke BFF-BIG ÖkoLinX-ELF Gartenpartei
Sitzung 42
Haupt- und Finanzausschusses
TO I, TOP 25
Angenommen
Die Vorlage OA 546 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne SPD VOLT Stadtv. Yilmaz
Ablehnung:
CDU FDP BFF-BIG AFD Linke FRAKTION ÖkoLinX-ELF Stadtv. Bäppler-Wolf Gartenpartei
Sitzung 44
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 67
Angenommen
Die Vorlage OA 546 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
Zustimmung:
Grüne SPD Linke VOLT
Ablehnung:
CDU FDP BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF Stadtv. Bäppler-Wolf FRAKTION Stadtv. Yilmaz Gartenpartei