Geschichtliche Hinweistafel am Palais Thurn und Taxis anbringen
Antrag
Der Magistrat wird gebeten, am Palais Thurn und Taxis eine Hinweistafel anbringen zu lassen, die chronologisch die verschiedenen historischen Nutzungen des Gebäudes aufzeigt und insbesondere auf dessen Funktion als Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes von 1816 - 1866 hinweist ("Bundespalais").
Begründung
Im Laufe seiner Geschichte hatte das Palais Thun und Taxis verschiedene Nutzungen. So wurde der 1729 - 1741 in der damaligen "Großen Eschenheimer Gasse" von Fürst Carl Anselm von Thurn und Taxis erbaute spätbarocke Palast 1748 Sitz der Hauptverwaltung der Kaiserlichen Reichspost. In den Jahren zwischen 1805 und 1813 war das Schloss Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Karl Theodor von Dalberg, in der dieser auch Napoleon empfing. Nach dem Wiener Kongress 1814/1815 und der Wiederherstellung der Freien Stadt Frankfurt tagte im Palais Thurn und Taxis von 1816 bis zum Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 der später so genannte Bundestag des Deutschen Bundes als ständiger Gesandtenkongress der Mitgliedsstaaten. Otto von Bismarck arbeitete von 1851 bis 1859 als preußischer Gesandter beim Deutschen Bund im "Bundespalais". 1905 wurde das Palais Thurn und Taxis von der Stadt Frankfurt am Main erworben und in den Räumen wurde das Völkerkundemuseum für die Sammlungen des Afrikaforschers Leo Frobenius eingerichtet. 2004 bis 2009 ist das kriegszerstörte Palais als verkleinerte Rekonstruktion mit zeitlich angepasster Raumaufteilung als Teil des "Palaisquartiers" rekonstruiert worden. Eine Hinweistafel zur Geschichte des Gebäudes fehlt.
Beratungsverlauf 5 Sitzungen
Reden im Parlament
Reden werden geladen...
Fehler beim Laden der Reden
Keine Reden zu dieser Vorlage gefunden