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Grundüberholung des Brentanoparkes

Vorlagentyp: M

Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 06.06.2008, M 107

Betreff: Grundüberholung des Brentanoparkes Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 12.10.2006, § 766 (OA 137) I. Der vorgelegten Planung wird zugestimmt. II. a. Es dient zur Kenntnis, dass für die Grundüberholung des Brentanoparks Kosten in Höhe von 880.000 € entstehen. b) Es dient weiterhin zur Kenntnis, dass im Zuge der vorläufigen Haushaltsführung für den ersten und zweiten Bauabschnitt vorab ein Teilbetrag der zur Übertragung vorgesehenen Reste aus 2007 und ein Teilbetrag des Ansatzes 2008 aus der Projektdefinition 5.001397 "Grüne Räume für Frankfurt am Main", Produktgruppe 22.09, in Höhe von 200.000 € herangezogen werden. c) Es wird zur Kenntnis genommen, dass nach Inkrafttreten des Haushaltes 2008, in den die Grundüberholung des Brentanoparks als Einzelmaßnahme unter der Projektdefinition 5.002392 mit einem Ausgabevolumen von 880.000 € eingearbeitet ist, die restlichen Arbeiten zügig durchgeführt werden. Die bis dahin angefallenen Ausgaben werden dem Baukonto angelastet. III. Es dient zur Kenntnis, dass sich die jährlichen Folgekosten auf 129.800 € belaufen werden. Produktgruppe 22.9 - Grün- und Freiflächen - Keine zusätzlichen Sachkosten, da die Parkanlage bereits vorhanden ist. Aus Kapitalkosten 129.800 € Die Deckung der vorgenannten Folgekosten ist innerhalb des zur Verfügung gestellten Dezernatsbudgets sicherzustellen. Stellenplanmäßige Auswirkungen ergeben sich nicht. Begründung: A. Zielsetzung Wie viele Grünanlagen hat auch der Brentanopark eine wichtige Funktion als Erholungs- und Freizeitpark. Er sichert nicht nur die Lebensqualität im Stadtteil Rödelheim, sondern ist als Bestandteil des GrünGürtels auch mit anderen städtischen Park- und Grünanlagen entlang der Nidda vernetzt. So führen auch der regionale GrünGürtel- Radrundweg und der GrünGürtel- Wanderweg durch den Brentanopark. Die hohe Besucherfrequenz bewirkt eine starke Nutzung des Parks, deren Folgeerscheinungen mittels der laufenden Pflege und Unterhaltung nicht ausgeglichen werden können, so dass der Park dringend einer Grundsanierung bedarf. Hierbei sollen entstandene Mängel und Abnutzungserscheinungen behoben und die Pflegemög- lichkeiten des Parks verbessert werden. Ziel ist die langfristige Sicherung eines attraktiven nutzer- freundlichen Parks. Da es sich beim Brentanopark um einen historisch bedeutsamen und auch in der Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt ausgewiesenen Park handelt, ist das Sanierungskonzept auch unter gartenhistorischen Aspekten entwickelt worden. B. Alternaive - Keine - C. Lösung Realisierung Die denkmalpflegerische Vorstudie hat ergeben, dass sich im Brentanopark hauptsächlich 2 Zeitschichten dokumentieren lassen, die gartenhistorisch und stadtgeschichtlich von Bedeutung sind. Zum einem die Zeit des romantischen Landschaftsparks der

  1. Hälfte des

  2. Jh., wie er unter Georg Brentano entstanden ist. Zum andern die gravierenden Umgestaltungsmaßnahmen incl. der Abkopplung des Schwimmbadbereiches in den 20er Jahren des 20.Jh. im Geiste der klassischen Moderne und im Zuge der städtebaulichen Erweiterungsplänen des "Neuen Bauens" unter dem ehemaligen Gartenbaudirektor Max Bromme. Beide Phasen prägen den Park bis heute und sollen bei der Sanierung herausgearbeitet werden, um die Entwicklungsgeschichte des Parks für die Anwohner und Besucher nachvollziehbar zu machen. Dabei wird an die baulichen Relikte angeknüpft, die auf den jeweiligen historischen Zustand des Parks verweisen. Gleichzeitig beinhaltet das Sanierungskonzept die Anpassung des Parks an die heutigen Nutzungsansprüche nach Erholung, Bewegung und Durchquerbarkeit. Gestaltung und Maßnahmen Das erarbeitete Gesamtkonzept soll aufgrund des Kostenvolumens in mehreren Einzelschritten realisiert werden. Der I. Bauabschnitt gilt hauptsächlich der Wegesanierung im Park. Er beinhaltet im BA Ia den Rückbau des überbreiten Weges am östlichen Rand des Parks auf eine Wegebreite von 4 m mit einem Allwetterstreifen von 1,20 m. Hierbei werden auch befestigte Wege- und Nebenflächen im Eingangsbereich der Rollschuhbahn zu Gunsten von Rasenflächen reduziert. Mit dem BA Ib wird der von Norden nach Süden die Wiesenfläche durchquerende Weg zurückgebaut. Der Durchgangsverkehr vom nördlichen Rödelheim zum südlichen Teil am "Rödelheimer Parkweg" soll nicht mehr über den ehemaligen Schulgarten geführt werden, sondern über den schon vorhandenen kürzeren Querweg. Dadurch wird einerseits der ehemalige Schulgarten beruhigt und andererseits werden die Radfahrer nicht mehr über vorhandene Stufen geführt. Dafür wird östlich vom Spielplatz wieder ein Parkzugang geöffnet, der in den 30er Jahren dort schon vorhanden war. Es ist anzunehmen, dass der die Wiesenfläche durchquerende Weg in den 80er Jahren nur deswegen als Trampelpfad entstanden ist, weil dieser Zugang geschlossen wurde. Gleichzeitig wird auch der Weg zurückgebaut, der parallel neben dem Laubengang entlangführt. Mit der Sanierung des Laubenganges und seiner Begrünung kann der innen laufende Weg verbreitert werden, sodass sich eine doppelte Wegeführung zugunsten von mehr Rasenfläche erübrigt. Die derzeitige Rosenpflanzung wird durch historisch belegte Kletterrosen ersetzt. Der Unterrichtspavillon wird von den Eiben freigestellt. Im Bereich des BA Ic, der nicht zur ursprünglichen Parkfläche gehörte, aber über das parallel verlaufende Inselgässchen einen Zugang hatte, wird die gegabelte Zuwegung vereinfacht. Die Sitznischen werden rückgebaut, da dieser Bereich nur als Durchgang dient. Sitz- und Verweilplätze sind im Park selbst attraktiver und können dort pflegetechnisch intensiver betreut werden. In einem II. Bauabschnitt wird der ehemalige Schulgarten saniert. Hierbei werden die festen Bauteile wie Wegekanten, Mäuerchen und Brunnen überarbeitet, sowie die Heckenstrukturen erneuert. Nach der jüngsten Anregung des Ortsbeirats sollen nach der Sanierung auf den Segmenten wieder Rosen gepflanzt werden, im Gegenzug wird auf die Verbesserung der Staudenpflanzung auf dem umlaufenden Hochbeet verzichtet. Der III. Bauabschnitt umfasst die "Keimzelle" des ehemaligen Brentanoschen Gartens, d. h. die Fläche auf der das ehemalige Landhaus stand und sich der Hauptzugang zur Straße "auf der Insel" befand. Hier verbrachte Georg Brentano die ersten 10 Jahre, bevor er seinen Park über den Mühlgraben hinweg erweitern konnte. Es werden die Wegebeziehungen entsprechend der historischen Vorgaben wieder hergestellt, um ein Stück "Parkgeschichte" erlebbar zu machen. Der Standort des ehemaligen Landhauses wird im Boden durch ein Band aus Sandsteinplatten markiert und die Fläche als Rasen eingesät. Außerdem werden Frühjahrsgeophyten (Blausternchen) eingebracht. Die historische Parkgrenze zur Mühlgasse und zur Synagoge wird durch eine neue Hecke markiert. Weiterhin wird angestrebt die Brücke über den Mühlgraben wieder an die ursprüngliche Stelle zu verlegen, um die dahinter liegende weite Wiesenfläche und den historischen Gartenraum wieder zu zeigen. Hierdurch werden auch die Radfahrer zu einer Verlangsamung ihrer Geschwindigkeit angeregt. Im IV. Bauabschnitt sind Sanierungsmaßnahmen zusammengefasst, die den gesamten Park betreffen. So werden entlang der Nidda- und Mühlkanalufer Robiniensämlinge und unerwünschter Gehölzaufwuchs entfernt, sodass einerseits die historischen Sichtbezüge wiederhergestellt werden und andererseits die vorhandenen Bäume sich besser entfalten können und mehr Licht in den Park fällt. Auch der Theaterplatz auf der Niddainsel wird im Rahmen des IV. Bauabschnittes saniert. Außerdem werden die wassergebundenen Wege grundüberholt und mit einer Kante aus Porphyrpflaster eingefasst sowie der vorhandene Allwetterstreifen verlängert. Die Reihenfolge der einzelnen Bauabschnitte kann sich in der Realisierung verschieben, da mit den Ausführungsarbeiten auf die Festivitäten im Jubiläumsjahr 2008 reagiert werden muss. Außerdem muss auf kollidierende Baumaßnahmen, wie die Erneuerung und Instandsetzung der Brücke über die Insel nach Alt Rödelheim, durch das Amt für Straßenbau und Erschließung, Rücksicht genommen werden. D. Kosten

  3. Investitionsbedarf 880.000 €

  4. Finanzierungsbedarf mit Angaben der Jahresraten Verpflichtungen Ausgaben 2008 880.000 € 650.000 € 2009 ---- 230.000 € 880.000 € 880.000 €

  5. Zugehörige Folgekosten unter Angaben des Umfanges und des Zeitraumes - keine -

  6. Jahresfolgekosten 4.

  7. Personelle Ausgaben - keine -, da die Grünanlage bereits vorhanden ist. 4.

  8. Sachkosten - keine - 4.

  9. Kapitalkosten -Kalkulatorische Verzinsung 4,75 % von 880.000 € - gerundet - = 41.800 € - Abschreibung 10 % von 880.000 € = 88.000 € = 129.800 €

  10. Jahresbeträge - keine -

  11. Leistungen Dritter - keine -

  12. Stellenplanmäßige Auswirkungen - keine -

  13. Sonstiges - entfällt - Anlage Entwurfsplan1 (ca. 6,4 MB) Anlage Entwurfsplan2 (ca. 1,7 MB) Anlage Kostenberechnung (nicht öffentlich - ca. 234 KB) #Nebenvorlage: Anregung vom 09.09.2008, OA 724 Antrag vom 09.09.2008, OF 453/7