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Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Kulturentwicklungsplanung beginnen

Vorlagentyp: E CDU SPD GRÜNE

Inhalt

Etatantrag vom 26.04.2017, E 57

Betreff: Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Kulturentwicklungsplanung beginnen Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 39 vom 17.02.2017, Haushalt 2017 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2017 - 2020. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.06.2017, § 1429, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Für die Kulturentwicklungsplanung werden Mittel in Höhe von 200.000 Euro zusätzlich in den Haushalt eingestellt. Begründung: Die Gesellschaft ist großen Veränderungen unterworfen, das ist mehr als offensichtlich. Demografie und Migration, Fragmentierung, soziale Distinktion, Pluralisierung sowie die soziale Spreizung wirken auf Kulturpraxis und Kulturkonsum. Generations- und gruppenspezifisch differenziert sich die Kulturnachfrage und -produktion immer weiter aus. Nicht mehr eine Kultur für alle, sondern sehr viele verschiedene Kulturangebote werden von den vielen neuen Stadtbewohnerinnen und -bewohner erwartet und die Ermöglichung der kulturellen Vielfalt in all ihren Facetten benötigt. Dahinter verbirgt sich ein Prozess, der neben vielen Chancen auch Konflikte (z.B. über Ziele, Ressourcen) mit sich bringen kann und der daher eine besondere Bedeutung für die kulturelle und gesellschaftliche Bildungsarbeit hat. Gerade die Betrachtung der Geschichte und der Kultur im weiteren Sinne sowie der Künste bieten Möglichkeiten des gemeinsamen Erlebens, des gegenseitigen Kennenlernens und vor allem des gemeinsamen Schaffens neuer Sichtweisen und Erkenntnisse der eigenen Realität. Digitalisierung und neue Medien verändern die Kulturrezeption genauso radikal, wie die Kulturproduktion. Kulturpolitik, verstanden als strategische Steuerung von Kulturförderung, muss auf solche Veränderungen Antworten finden. Dazu bedarf es einer Verständigung auf Ziele, auf Aufgaben und auf Veränderungsbedarf. Genau das ist das Ziel der Kulturentwicklungsplanung. Im Koalitionsvertrag ist formuliert: "Wir wollen unter Federführung des Kulturdezernats im Rahmen eines professionell gemanagten Beteiligungsprozesses einen Kulturentwicklungsplan für Frankfurt aufstellen und so die Stadtgesellschaft in die zukünftige Entwicklung der Frankfurt Kulturlandschaft einbinden. Ziel ist dabei, den Kultureinrichtungen Planungssicherheit in Bezug auf ihre künftige Entwicklung zu geben und neue Perspektiven zu eröffnen." Durchführungen in anderen vergleichbaren Städten, wie Düsseldorf haben gezeigt, dass die Kosten eines solchen Prozesses sich in einer Höhe von 250.000 Euro bewegen können. In Düsseldorf wurden mit den Mitteln Beteiligungsprozesse und öffentliche Veranstaltungen durchgeführt, darin enthalten sind auch Kosten externer Vergabe und Kosten für die Verwaltung.

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 11
Kultur- und Freizeitausschusses
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage E 57 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
CDU SPD Grüne Linke Frankfurter ÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AFD BFF FDP FRAKTION