Tag der Trinkhallen
Bericht
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehören die Wasserhäuschen bzw. Trinkhallen zum Frankfurter Stadtbild. Gab es zeitweise 800 Trinkhallen im Stadtgebiet, so sind es heute noch rund 300 Trinkhallen. Ursprünglich für die Versorgung mit Wasser gedacht, hat sich die Angebotspalette im Laufe der Zeit deutlich verändert: von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, Zigaretten, Süßigkeiten bis Zeitungen und Zeitschriften. Die Frankfurter Trinkhäuschen sind ein Ort von zwanglosen Begegnungen im Viertel. Sie sind ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen aus verschiedenen sozialen Schichten und tragen damit zur Förderung des sozialen Zusammenhaltes in den Stadtteilen bei. Der Magistrat begrüßt den Vorstoß, die Geschichte und den Kult(ur)-Status der Trinkhallen mit einem "Tag der Trinkhallen" zu würdigen. Ein solcher Tag der Trinkhallen ist im Ruhrgebiet bereits zur festen Tradition geworden und könnte u. a. in Frankfurt nach dortigem Vorbild unter einem einheitlich vorgegebenen Rahmenbranding durch die Tourismus+Congress GmbH, dem Kulturdezernat, dem Amt für Bau und Immobilien sowie der Stabsstelle Stadtmarketing konzipiert und organisiert werden. Eine Übertragung der in 2023 veranschlagten Mittel ist in das Haushaltsjahr 2024 erfolgt. Der "Tag der Trinkhallen" ist für das zweite bzw. dritte Quartal 2025 geplant. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Übertragung in das Haushaltsjahr 2025 notwendig. Für eine erste Ausgabe rechnet der Magistrat mit einem Mitteleinsatz von 100.000 EUR, welche durch die vorgenannte Mittelübertragung sowie eine Förderung aus dem Tourismusbeitrag gedeckt werden könnte.