Für einen Römerpark in Heddernheim
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Bericht des Magistrats vom 20.12.2019, B 526
Betreff: Für einen Römerpark in Heddernheim Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 08.11.2018, § 3280 - OA 206/17 OBR 8 - Die Geschichte der römischen Stadt Nida im Bereich der heutigen Nordweststadt wird seit 1989 umfassend in der Dauerausstellung des Archäologischen Museums in der Innenstadt präsentiert. Die Ergebnisse der Erforschung Nidas werden zudem in Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor Ort in Heddernheim werden die Ergebnisse der Forschungen durch den "Archäologischen Rundweg" in der Nordweststadt, den Schutzbau "Töpferhaus" unweit der neuen Feuerwache 21 sowie eine Ausstellung mit einer kurz gefassten Geschichte zu Nida im Heddernheimer Schloss präsentiert. Derzeit wird eine Ausweitung des Rundweges durch eine neue Tafel im Bereich der Feuerwache 21 sowie die Visualisierung der Grabungsergebnisse im neu entdeckten römischen Tempelbezirk im Rahmen des Umbaus der "Römerstadtschule" vorbereitet. Diese allgemeinen Informationen vorausgeschickt, berichtet der Magistrat wie folgt zu der Anregung: Die Flurstücke 66/167 und 81/3, Flur 5 in der Gemarkung Heddernheim befinden sich im Eigentum der Stadt Frankfurt am Main und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und sind für die Errichtung von Wohnungsbau vorgesehen. Die Entwicklung der Flächen übernimmt die AGB Frankfurt Holding. Die Verhandlungen des Magistrats mit der ABG über die konkrete städtebauliche Struktur des Bauvorhabens sind zwar bereits weit fortgeschritten, jedoch noch nicht zum endgültigen Abschluss gekommen. In der Planung sind neben dem Wohnungsbau auch größere Freiflächen vorgesehen, die zum Teil öffentlich zugänglich sein werden. Auf dem Gelände haben im Vorfeld bereits Ausgrabungen stattgefunden, aus denen einzelne Befunde erhalten wurden. Der Magistrat ist der Auffassung, dass es grundsätzlich wünschenswert wäre, die historische Stadt Nida sichtbar zu machen. Aus diesem Grund regt der Magistrat an, vorhandene historische Befunde in ein mögliches Nutzungskonzept auf dem Gelände einzubeziehen. Zusätzliche Informationstafeln oder auch die Kopie eines der bei den Grabungen des Denkmalamtes auf dem Gelände entdeckten römischen Steindenkmäler könnten das Ensemble ergänzen. Mit der ABG wurde bereits vereinbart, einige archäologische Fundstücke in die Freiraumgestaltung zu integrieren und öffentlich zugänglich zu machen.