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Aktivitäten rund um den 80. Jahrestag des Todesmarsches aus dem KZ "Katzbach" in den Adlerwerken

Vorlagentyp: B

Bericht

Zum 80. Jahrestag des Todesmarsches und damit der Auflösung des KZ in den Adlerwerken bereitete das Dezernat Kultur und Wissenschaft zusammen mit dem Geschichtsort Adlerwerke und engagierten zivilgesellschaftlichen Initiativen ein kommunenübergreifendes Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Opfer und zum Erinnern an die Verbrechen vor. Auf Initiative Frankfurts haben sich zahlreiche Kommunen, Institutionen und Vereine zusammengeschlossen, um ein vielfältiges Programm entlang der einstigen Todesmarschroute von Frankfurt nach Hünfeld zu erstellen. Dieses startete bereits im Vorfeld des Gedenktages ab Anfang März 2025 und umfasste zahlreiche Aktionen, Ausstellungen, Führungen, Gedenkveranstaltungen, Gottesdienste, Konzerte, Lesungen, Performances und Vorträge. Dank des Etat-Antrags konnten übergreifende Aufgaben zur Organisation, Kommunikation, Vernetzung und Verankerung des Programms finanziert werden. Es konnten zahlreiche Nachkommen der einstigen Opfer ausfindig gemacht und anlässlich des Programms nach Frankfurt eingeladen werden. Rund 20 von ihnen reisten auf Einladung der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft an und nahmen an einzelnen Veranstaltungen auch aktiv als Vortragende oder Podiumsteilnehmer teil. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Stadtverordnetenbeschluss konnte ein Netzwerk aus Kommunen, Institutionen und Initiativen entstehen, daraus ergaben sich ein reger Austausch und zahlreiche neue Kooperationen. Auch die Ausrichtung der zentralen aufwändigen Gedenkveranstaltung in der Paulskirche am 24. März konnte anteilig aus dem Etat-Antrag finanziert werden, wie auch die Produktion des Flyers zur Bewerbung des Programms. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm verzeichnete große Resonanz. Alle Veranstaltungen die im März 2025 entlang der einstigen Todesmarsch-Route zwischen Frankfurt und Hünfeld stattgefunden haben, waren durchgängig gut besucht. Allein in Frankfurt kamen insgesamt über 1600 Menschen zu insgesamt 13 Veranstaltungen. Den Höhepunkt des Programms, die zentrale Gedenkveranstaltung in der Paulskirche, besuchten rund 600 Gäste und Familienangehörige der Opfer aus aller Welt. Die dazugehörige mobile Ausstellung in der Paulskirche wurde schätzungsweise von über 2000 Menschen angesehen. Dank des engagierten Einsatzes der Beteiligten konnte ein großes Medienecho erzielt und damit das Thema in die Gesellschaft in und um Frankfurt getragen werden. Die umfangreiche und fundierte Medienberichterstattung vorab, rund um den Gedenktag selbst und nach der großen Veranstaltung in der Paulskirche mit insgesamt mindestens 20 Artikeln, Radio- Fernsehberichten und Onlinetexten führte zum Anstieg des Interesses an der Thematik. So verzeichnete der Geschichtsort Adlerwerke, der an das KZ "Katzbach" und die Zwangsarbeit in den Adlerwerken erinnert, an seinem Tag der Offenen Tür rund 400 Besuchende.