Starkregenereignisse in Frankfurt
Fragen an den Magistrat
Das Umweltamt stellte kürzlich die Starkregengefahrenkarten für Frankfurt vor. In diesen können Bürgerinnen und Bürger Auswirkungen von durch Starkregenereignisse hervorgerufene Überflutungen in ihrem eigenen häuslichen Umfeld prüfen. Konkrete Handlungsempfehlungen seitens der Stadt sind mit diesen Karten nicht verbunden, den Bürgerinnen und Bürgern werden auf Informationsflyern jedoch Ratschläge erteilt, wie diese präventiv gegen derlei Ereignisse vorgehen könnten. Die Starkregenereigniskarten sind wichtige Gradmesser für die Einschätzung des Gefährdungspotential von Wohn- und Aufenthaltsorten hinsichtlich Überflutungen in Frankfurt. Richtig eingesetzt, können diese als Grundlage präventiver Maßnahmen dienen. Leider jedoch ist es nicht allen Bürgerinnen und Bürgern möglich, diese Karten exakt zu lesen oder entsprechende Handlungen daraus abzuleiten. Die Stadt Frankfurt sollte daher mit gutem Beispiel vorangehen und eigene Handlungsempfehlungen in Form von konkreten Maßnahmen einleiten und die Karten zudem stärker und verständlich vermitteln. Gerade weil viele Gewässer in Frankfurt ihren Unterlauf haben, kommen hier große Wassermassen zusammen, dieser Effekt wird im Frühjahr bei etwaiger Schnee- und Eisschmelze noch einmal erhöht. Daher ist es wichtig zu erfahren, ob diese ein zusätzliches Hochwasserrisiko bedeutende Wassermassen in die Analyse einberechnet wurden. Ein konkretes Programm als Konsequenz aus der Erstellung der Starkregenereigniskarten könnte zudem ein Handlungskompass für alle Bürgerinnen und Bürger sein und würde den Hochwasserschutz und die Prävention vor den Folgen von Starkregenereignissen deutlich verbessern. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Inwieweit sind etwaige Schnee- und Eisschmelzen und die dadurch hervorgerufene zusätzliche Hochwassergefahr in der Gefahrenanalyse der Starkregenereigniskarten berücksichtigt?
- Welche konkreten Handlungen entwickelt die Stadt Frankfurt in den kommenden vier Jahren aus der Analyse der Starkregenereigniskarten?
- Wie hoch sind die Kosten für etwaige Präventionsmaßnahmen und Überflutungsschutzinvestitionen seitens der Stadt Frankfurt?
- Inwiefern geht der Magistrat aktiv auf Anwohnerinnen und Anwohner in besonders gefährdeten Gebieten zu?
- Stellt der Magistrat den Ortsbeiräten die Starkregenereigniskarten für die jeweiligen Ortsbezirke vor oder bietet er eine gesonderte Auswertung für deren Arbeit an?