„Blühendes Band“ zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt
Stadtverordnetenversammlung
30
21. März 2024
21. März 2024
Antragsteller
GRÜNE, SPD, FDP, Volt
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Innenstadt durch die Schaffung insektenfreundlicher und klimaangepasster Grünflächen zu erhöhen. Dies soll durch die Umwandlung bereits entsiegelter Flächen und die Einführung eines "blühenden Bandes" geschehen, das sowohl ästhetische als auch ökologische Vorteile bietet.
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Beschluss
I. 1. Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, inwieweit bereits entsiegelte Flächen und Flächen, die sich für eine Entsiegelung anbieten, im Innenstadtbereich (insbesondere entlang der Achsen "Eiserner Steg - Fahrtor - Römerberg - Neue Kräme - Liebfrauenstraße - Hauptwache" und "Alte Brücke - Fahrgasse - Konstablerwache") zu insektenfreundlichen, klimaangepassten und schön anzusehenden bepflanzten Grünflächen umgewandelt werden können. Die besonders geeigneten Flächen sollen zeitnah in Blühflächen umgewandelt oder neu bepflanzt werden. 2. Ergänzend dazu wird der Magistrat gebeten, zu prüfen und zu berichten, inwieweit ein "blühendes Band" aus bepflanzten Kübeln oder anderen Grünelementen (u. a. Schatten spendenden Rankelementen) beispielsweise vom Eisernen Steg bis hin zur Hauptwache oder von der Alten Brücke bis hin zur Konstablerwache realisiert werden könnte. Es ist zu prüfen, ob hierfür zusätzliche mobile Stelen oder Gefäße durch das Amt für Straßenbau und Erschließung und/oder das Grünflächenamt aufgestellt werden können, die entsprechend bepflanzt werden können. Zu prüfen ist außerdem, ob sich die genannten Stelen/Gefäße mit einer Sitzbank und einem Mülleimer kombinieren lassen. Laufwege von Zufußgehenden sind ausdrücklich frei zu halten und dürfen nicht beeinträchtigt werden. Für die hier angeregten Begrünungsmaßnahmen kommen insbesondere Flächen des ruhenden Verkehrs in Betracht. 3. Zur Gestaltung und Bewirtschaftung dieser bereits existierenden sowie noch zu erschließenden Grünflächen bzw. der neu aufgestellten Pflanzkübel oder anderer Grünelemente soll ein geeignetes Format für eine zeitlich begrenzte Kooperation mit privaten Gartenbaubetrieben aus Frankfurt und aus der Region entwickelt werden (z. B. "Leistungsschau"). Denkbar wäre hier beispielsweise, interessierten Gärtner:innen Teilflächen der Blühflächen oder einzelne Pflanzkübel oder sonstige Grünelemente zuzuweisen, die sie anschließend bepflanzen sowie pflegen können, um so ihr Handwerk zu präsentieren. Ihnen soll im Gegenzug hierfür ermöglicht werden, ein kleines Hinweisschild mit ihren Kontaktdaten aufzustellen. Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, wie dies rechtssicher dargestellt werden kann. Der Magistrat wird beauftragt, ein schlankes Konzept bzw. konzeptionelle Eckpunkte vorzulegen, worin definiert wird, an welchen Stellen welche Art von Grünelementen realisiert werden sollen und welche grundsätzliche Art der Begrünung bei diesen Grünelementen erfolgen soll. 4. Es ist zu prüfen, inwieweit die Identifizierung und Zuteilung geeigneter Flächen und die Bereitstellung der Pflanzkübel oder sonstigen Begrünungselemente durch das Amt für Straßenbau und Erschließung und/oder das Grünflächenamt erfolgen kann. Es ist ebenfalls zu prüfen, inwieweit die Bewässerung der Flächen, Stelen und Gefäße über das Grünflächenamt erfolgen kann. 5. Diese Leistungsschau soll so gestaltet sein, dass sie Frankfurter Bürger:innen und Besucher:innen aus der Region Anregungen zur insektenfreundlichen, klimaangepassten und ästhetischen Gestaltung ihrer eigenen Freiflächen und Balkone gibt und Informationen über den Bezug von Pflanzen und eine mögliche Beauftragung von Gartenbaubetrieben vermittelt und so eine Hebelwirkung für die ganze Stadt erzeugen kann. 6. Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob eine räumliche Erweiterung des Projektgebietes (z. B. durch Grüninseln auf zentralen Plätzen in den Stadtteilen außerhalb der Innenstadt oder durch eine weitere Achse "Bahnhof - Kaiserstraße - Kaiserplatz - Kaiserstraße - Roßmarkt") und/oder eine Einbindung von interessierten Privatpersonen oder Initiativen kurz- oder mittelfristig machbar und erfolgversprechend ist. II. Die Vorlage NR 889 wird abgelehnt.