Die Solidarische Landwirtschaft im Ortsbezirk 9 unterstützen
Fragen an den Magistrat
- Wie viele SoLaWi-Depots gibt es in Frankfurt insgesamt und auf welche Stadtteile verteilen sie sich?
- Wo gibt es in innenstadtnahen Stadtteilen wie Dornbusch, Eschersheim und Ginnheim Möglichkeiten, SoLaWi-Depots in städtischen Gebäuden oder Gebäuden stadtnaher Institutionen einzurichten?
- Wie werden SoLaWi-Gruppen bei der Suche nach SoLaWi-Depots unterstützt?
- Welche weitere organisatorische, finanzielle und strukturelle Unterstützung können SoLaWi-Gruppen in Frankfurt erhalten?
- Wird die Idee der Solidarischen Landwirtschaft zusätzlich durch den Magistrat vorangetrieben? Wenn ja, wie?
Kontext
Die SoLaWi erfreut sich auch in Frankfurt und insbesondere in Eschersheim und Bockenheim immer stärkerer Beliebtheit. Seit 2015 existiert in Alt-Eschersheim in einer Hofgemeinschaft die Solidarische Landwirtschaft. Im Depot der Hofgemeinschaft holen sich die SoLaWi-Mitglieder ihre wöchentliche Gemüselieferung vom Birkenhof ab. Seit Januar dieses Jahres gibt es auch einen Lagerraum im Gemeinschaftsgarten Tortuga Eschersheim e. V. Dennoch geraten die zum Großteil ehrenamtlich organisierten Gruppen an Grenzen. Die Verteilung der Lebensmittel erfolgt über Depots in der Stadt, welche von den Abnehmerinnen und Abnehmern betrieben und verwaltet werden. Dies hat gerade gegenüber sogenannten Gemüsekisten, die direkt nach Hause geliefert werden, den Vorteil eines deutlich geringeren Verkehrsaufkommens durch große Lieferfahrzeuge. Zudem sind Depots auch soziale Treffpunkte, an denen sich die Mitglieder der Depots begegnen und teilweise auch Gemüse für andere Mitglieder abholen. Somit erbringen sie auch einen Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Stadt. Depots müssen einige Anforderungen erfüllen. Sie müssen quasi halböffentliche Räume sein, die abschließbar aber trotzdem für alle Mitglieder zugänglich sind. Sie benötigen mindestens 15 m2 Lagerfläche. Sie müssen das Gemüse sowohl vor Frost als auch vor großer Hitze sichern. Das Gemüse muss etwa einen Tag (der Abholtag) gelagert werden können. Hier gerät die Entwicklung derzeit ins Stocken, da es den Gruppen in innenstadtnahen Stadtteilen an geeigneten Orten fehlt, um Depots einzurichten. Die Solidarische Landwirtschaft ist ein Modell, das aktive Solidarität zwischen Stadt und Land ermöglicht, Verpackungsmüll und Lieferverkehr einspart, ein vielversprechendes Modell einer nachhaltigen Nahversorgung darstellt und daher von der Stadt politisch unterstützt werden sollte.
Begründung
Die SoLaWi erfreut sich auch in Frankfurt und insbesondere in Eschersheim und Bockenheim immer stärkerer Beliebtheit. Seit 2015 existiert in Alt-Eschersheim in einer Hofgemeinschaft die Solidarische Landwirtschaft. Im Depot der Hofgemeinschaft holen sich die SoLaWi-Mitglieder ihre wöchentliche Gemüselieferung vom Birkenhof ab. Seit Januar dieses Jahres gibt es auch einen Lagerraum im Gemeinschaftsgarten Tortuga Eschersheim e. V. Dennoch geraten die zum Großteil ehrenamtlich organisierten Gruppen an Grenzen.