Zukunft der Leichtathletikhalle Am Martinszehnten
Fragen an den Magistrat
1. warum die angekündigte Sanierung nicht mehr erfolgen soll; 2. welche Planungen mit welchem zeitlichen Horizont für die Leichtathletikhalle Am Martinszehnten vorliegen; 3. welche Ausweichmöglichkeiten bei Abriss zur Verfügung stehen; 4. wo - das Gebiet Am Martinszehnten hat neben dem Sport- und Freizeitzentrum angrenzend weitere freie Flächen verfügbar - und 5. wann ein Ersatz für diese Leichtathletikhalle mit den vorhandenen Funktionen (Laufbahnen: Rundlaufbahn 200 Meter - vier Bahnen, Sprintgerade 60 Meter/100 Meter/130 Meter; Sprunganlagen: Weitsprunganlage - zwei Anlagen, Dreisprunganlage; Hochsprunganlagen: Hochsprunganlage - zwei Anlagen, Stabhochsprunganlage - zwei Anlagen; Wurfanlagen: Kugelstoßen, Diskuswurf und Speerwurf) vorhanden sein wird; 6. welchen Einfluss der Abriss auf die Trainingsmöglichkeiten der Sportlerinnen und Sportler, der Schulen und der Vereine auf den Bundes- und Landesstützpunkt Leichtathletik haben werden; 7. wie die Finanzierung gesichert ist und 8. wann mit der Inbetriebnahme einer neuen Halle zu rechnen ist.
Kontext
In der Ortsbeiratssitzung am 10. Mai 2019 hat der damalige Sportdezernent Markus Frank zur Sanierung der Leichtathletikhalle Kalbach erklärt, dass die diesbezüglichen Planungen dem Ortsbeirat vorgelegt werden. Dies ist bis heute nicht erfolgt. Nun erfahren die Öffentlichkeit, die Vereine sowie die Mitglieder des Ortsbeirates dank eines ausführlichen Presseartikels der Frankfurter Rundschau vom 24.07.2021, dass die Leichtathletikhalle abgerissen werden soll.
Begründung
Der Frankfurter Norden leidet seit geraumer Zeit unter dem Mangel von Sportflächen. Seit nunmehr fast zwölf Jahren wird die zweite Sportanlage östlich der Altenhöferallee geplant und ein Spatenstich ist nicht in Sicht. In dieser Zeit ist die Einwohnerzahl Frankfurts von 664.000 (2009) auf fast 750.000 (aktuell) gestiegen, ohne dass ein zeitgleicher Ausbau von Sportstätten um ein Sechstel erfolgt ist. Die Planungen von Multifunktionshallen etc. sind - wie an dem oben genannten Beispiel erkennbar - ohne Bauaktivitäten geblieben. Daher ist es gerade im Leichtathletikbereich wichtig, dass eine 400-Meter-Bahn endlich gebaut wird. Auch unterstützt der Ortsbeirat eine adäquate Sportstätte, die internationale Standards erfüllt. Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen muss erst an einem neuen Standort eine Halle stehen, die dann den Sportlerinnen und Sportlern zur Verfügung steht. Das räumliche Argument kann hierbei keine Rolle spielen, da Sportlerinnen und Sportler über das ganze Stadtgebiet verteilt wohnen.