Zeilsheim: Situation in der Siedlung Taunusblick
Vorlagentyp: ST Magistrat
Inhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 03.06.2013, ST 758
Betreff: Zeilsheim: Situation in der Siedlung Taunusblick Zu
- ) Der durch das Dezernat Soziales, Senioren, Jugend und Recht erstellte Monitoringbericht zur sozialen Segregation und Benachteiligung fasst vorhandene statistische Daten mehrerer Quellen zusammen. Der Bericht enthält keine Analyse der Situation in den Stadtteilen resp. Stadtbezirken. Hierfür müsste eine sehr intensive Ursachenforschung betrieben werden. Allein auf Grund der Zahlenwerte kann keine Wertung vorgenommen werden, ob eine Stadtteil/Stadtbezirk gut oder schlecht dasteht. Generell kann ausgeführt werden, dass öffentlich geförderte Wohnsiedlungen aus den 1950er Jahren (wie die Zeilsheimer Siedlung Taunusblick) häufig außerhalb des Stadtzentrums konzentriert wurden. In diesen Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus wohnen meist überdurchschnittlich viele sozial benachteiligte Personen. Die gesetzlichen Voraussetzungen zum Bezug von Sozialbauwohnungen haben in den letzten zwei Dekaden dazu geführt, dass die ausgewogene Belegung dieser Siedlungen erheblich erschwert wurde. Zu 2.) Stadtgebiete, in denen sich soziale und ökonomische Problemlagen konzentrieren, werden laufend beobachtet, um frühzeitig negative Entwicklungen zu erkennen. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei den Förderprogrammen der sozialen Stadtentwicklung zu - Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft, Bund-Länder-Programm Soziale Stadt. Diese Programme ermöglichen es, für die komplexen Herausforderungen in diesen Gebieten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers Lösungsansätze zu entwickeln. Deshalb hat der Magistrat auch in der Siedlung Taunusblick das Programm "Aktive Nachbarschaft" installiert, um vorhandene Potentiale der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken. Um die ökonomische wie auch soziale Situation der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, engagiert sich der Magistrat durch das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung. Das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm qualifiziert insbesondere langzeitarbeitslose Bürgerinnen und Bürger und solche mit geringem Einkommen, so dass sie ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten und damit auch eine auskömmliche Alterssicherung erreichen können. Durch die Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager des Programms "Aktive Nachbarschaft" erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktprogramm. Dadurch wird sichergestellt, dass in diesen Siedlungen eine enge Verzahnung für die Unterstützung sowohl junger Menschen wie auch älterer Arbeitsloser erreicht wird.