Kein Plastikmüll auf Nieder-Erlenbacher Äckern
Stellungnahme des Magistrats
Die Anregung bezieht sich auf eine problematische Kompostlieferung der Rhein-Main Biokompost GmbH (RMB), die aufgrund einer längeren Lagerungszeit am Feldrand auf der Mietenoberfläche einen höheren Störstoffanteil (Hartplastik, Folien) aufwies. Der Kompost wurde damals von RMB komplett zurückgeholt und nicht auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht. Der Leiter der Anlage benannte die damalige Prozessumstellung als Ursache und wies darauf hin, dass durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen (verstärkte Windsichtung, feinere Kompostsiebung etc.) die Kompostqualität deutlich verbessert werden konnte. Der von der RMB verkaufte Kompost entspricht den Qualitätsvorgaben des RAL-Güterzeichens Kompost, kontrolliert durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost. Der Gesamtstörstoffanteil, d.h. Kunststoff und andere Störstoffe wie Steine und Glas, darf im Kompost 0,1 Masseprozent nicht überschreiten. Dies entspricht heruntergerechnet für einen 50 kg-Sack maximal 50 g Störstoffe. Der tatsächliche Störstoffanteil, unter anderem auch Kunststoffe, ist jedoch wesentlich geringer. Darüber hinaus sind die Schwermetall-Gehalte so niedrig, dass ein Einsatz im Rahmen des Ökolandbaus nach EU-Öko-Verordnung möglich ist. Somit sind die vorgeschlagenen Maßnahmen z.T. gelebte Realität: Zu a) Der Verwertungsprozess wird von RMB stetig modernisiert, z.B. durch oben genannte Maßnahmen. Zu b) Alle Maßnahmen, die zu einer Verringerung des Störstoffeintrags in die getrennte Sammlung von Biomüll führen, werden vom Magistrat begrüßt. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, betreibt hierzu bereits seit 2019 eine Biotonnen-Kampagne (Link > www.fes-bio.de). Zu c) Die Kontrolle der Biotonnen kann derzeit nur als oberflächliche Sichtung erfolgen. Sofern bei dieser Durchsicht eine Fehlbefüllung festgestellt wird, wird die Biotonne nicht im Rahmen der Biotonnenleerung geleert, sondern als Sonderleerung mit dem Restmüll geladen. Der Einsatz von Scannern zur automatischen Störstoffkontrolle an den Müllfahrzeugen wird derzeit geprüft.