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Soziale Infrastruktur in Rödelheim-West

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

1) Ausbau von Kitaplätzen: Um ein wohnortnahes Angebot an Betreuungsplätzen für alle Familien in Frankfurt zu ermöglichen, wird die Versorgung und der Ausbau von Betreuungsplätzen kleinteilig im Rahmen der Grundschulbezirke geplant. In Rödelheim (Brentanoschulbezirk und Michael-Ende-Schulbezirk) liegt die Versorgung der unter 3-Jährigen mit insgesamt 44% (243 Plätze in Kitas und Tagesfamilien für 558 Kinder) bereits über dem Versorgungsziel von 40%. Die Kindergartenversorgung in Rödelheim liegt nach Umsetzung einer derzeit in Prüfung befindlichen Maßnahme bei insgesamt 82% (513 Plätze für 625 Kinder). Der Ausbau an Betreuungsplätzen im Michael-Ende-Schulbezirk wird daher priorisiert umgesetzt. Im Schulbezirk der Brentanoschule liegt die Versorgungsquote bereits bei 113%. Die Betreuung für Kinder im Grundschulalter wird im Michael-Ende-Schulbezirk zukünftig über das Landesprogramm "Pakt für den Ganztag" garantiert. An der Brentanoschule ist die Umsetzung des "Pakt für den Ganztag" aufgrund der räumlichen Situation noch nicht möglich. In diesem Schulbezirk wird die Versorgung der Grundschulkinder durch die Erweiterung im Kinderzentrum (KiZ) Biedenkopfer Weg auf 92% erhöht (209 Plätze in Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) und Horten für 228 Kinder). 2) Entwicklung an der Brentanoschule: Die Brentanoschule ist eine zweizügige Grundschule mit einem flexiblen Schuleingang. Mit dem integrierten Schulentwicklungsplan (iSEP) 2020-2029 wurde beschlossen, die Zügigkeit der Schule von zwei auf drei Züge zu erweitern. Derzeit werden 217 Kinder in zehn Klassen unterrichtet, hinzu kommen zwei Intensivklassen zur Sprachförderung. Die Schule arbeitet gegenwärtig über ihren räumlichen Kapazitäten und bauliche Maßnahmen zur Vergrößerung der Kapazitäten sind erforderlich bzw. aktuell in Prüfung. Zur Essensversorgung steht bisher nur ein kleiner Speiseraum zur Verfügung, was die Umsetzung des Pakts für den Ganztag aktuell erschwert. Die Brentanoschule wurde für die erste Runde des Startchancen-Programms der Bundesregierung ab dem Schuljahr 2024/2025 ausgewählt. Im Rahmen des Startchancenprogramms werden Fördermittel v.a. für eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung (Bau- und Ausstattungsmaßnahmen), bedarfsgerechte Lösungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams bereitgestellt. Somit ist zukünftig eine den Anforderungen entsprechende Weiterentwicklung der Schule zu erwarten. Das Amt für Bau und Immobilien war vor Ort und prüft derzeit gemeinsam mit dem Stadtschulamt, wie die räumliche Erweiterung der Brentanoschule finanziert und abgebildet werden kann. Ebenso wird die Schule konzeptionell zur weiteren multifunktionalen Raumnutzung beraten. Die Brentanoschule ist Teil der Schulbauoffensive in den Jahren 2026-2028. Es ist geplant, die Schule zu sanieren und von den aktuellen zwei auf drei Züge zu erweitern. Eine Machbarkeitsstudie ist beauftragt. 3) Bauplanungsrechtliche Festsetzung von Spielplätzen bei neuen Wohnungsbauprojekten: Die laufenden Bebauungsplanverfahren im West Rödelheim dient der Sicherung und Entwicklung von Gewerbeflächen. Neue Wohnungsbauprojekte mit entsprechenden Spielplätzen sind nicht vorgesehen. 4) Erweiterung der Integrations- und Unterstützungsangebote für die Offene Kinder- und Jugendarbeit: Offene Kinder- und Jugendarbeit Das RaUM für Kinder und Teenies des Ev. Vereins für Jugendarbeit e.V. bzw. Cyriakusgemeinde wird im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendhilfe in der Wolf-Heidenheim-Straße 7 mit Mitteln des Jugend- und Sozialamtes gefördert. Die Räumlichkeiten von RaUM können an den Wochenenden zudem privat angemietet werden. Darüber hinaus finden dort Nähkurse, Trommelworkshops, Tanzkurse und ein Mutter-Vater-Kind-Café statt. Die jungen Menschen und Familien profitieren von diesen Angeboten des RaUM. Aufgrund aktuell notwendiger Sanierungsmaßnahmen (Brandschutz, Elektroinstallation) ist die Nutzung derzeit nur deutlich eingeschränkt möglich. Gefördert werden im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit des Weiteren der Jugendladen Rödelheim (Alt-Rödelheim 13) in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e.V. sowie die Raumstation Rödelheim der Jugend- und Kulturinitiative Rödelheim und das Sportjugendhaus Rödelheim (Auf der Insel 14) in Trägerschaft der Sportjugend Frankfurt. Darüber hinaus gibt es das Angebot des Internationalen Eltern-Kind-Treff Rödelheim West (Offener Treff für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren in der Ev. Cyriakusgemeinde) sowie die Beratungsangebote für Eltern, Kinder und Jugendliche der Erziehungsberatungsstelle des Vereins für Psychotherapie, Beratung und Heilpädagogik e.V. Die genannten Einrichtungen mit ihren Angeboten sind wichtige Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie für Familien im Stadtteil. Eine Erweiterung der Integrations- und Unterstützungsangebote für die jungen Menschen muss bedarfsorientiert erfolgen. Vor dem Hintergrund, dass in Rödelheim derzeit Menschen mit Fluchterfahrungen leben und darunter auch Kinder und Jugendliche, besteht ggf. ein Bedarf für diese jungen Menschen das bestehende Angebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiterzuentwickeln und den sich veränderten Bedarfen anzupassen. Geschaffen wurden bspw. bereits Angebote für Kinder und Jugendliche in der Unterkunft in der Ludwig-Landmann-Straße (LuLa, Deutsches Rotes Kreuz, Bezirksverband Frankfurt am Main e.V.). Eine Sozialberatung ist dort ebenfalls etabliert und es werden weitere Unterstützungsleistungen (z.B. Sprachförderung, Unterstützung bei der Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnungssuche) angeboten. Quartierszentrum in der Wolf-Heidenheim-Straße 7: Es gab Gespräche zwischen dem Evangelischen Regionalverband, dem evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit, dem Jugend- und Sozialamt und dem Dezernat VIII zu einer möglichen Etablierung eines Quartierszentrums in der Wolf-Heidenheim-Straße 7. Leider stehen derzeit keine Fördermöglichkeiten zur Verfügung, die ein solides Finanzierungskonzept ermöglichen würden. Das Vorhaben kann daher nicht weiterverfolgt werden. 5) Erweiterung, Koordination und Begleitung der ehrenamtlichen Integrationsarbeit durch personelle Aufstockung des QM-Teams: Ziel ist, im Rahmen des Frankfurter Programms "Aktive Nachbarschaft" das Quartiersmanagement möglichst flächendeckend in allen Frankfurter Stadtteilen anbieten zu können und gleichzeitig am Bedarf orientiert Personalstellen in den Bestandsquartieren aufzustocken. Dies gilt auch für das Quartiersmanagement / Nachbarschaftsbüro in Rödelheim-West. Anträge auf Erhöhung der Haushaltsmittel für das Programm wurden bereits gestellt, um Kostensteigerungen aufzufangen und Stellenaufstockungen sowie neue Standorte von Quartiersmanagement möglich zu machen. Hierbei wurde eine halbe Stelle im Quartiersmanagement mit 45.000 € pro Jahr kalkuliert. Vorrangig sollen Menschen in jenen Sozialräumen durch ein Quartiersmanagement unterstützt werden, die besonders stark von sozialer Benachteiligung und Segregation betroffen sind. Bei der Betrachtung der Frankfurter Stadtteile werden verschiedene quantitative und qualitative Daten genutzt, die in der Gesamtschau ein differenziertes Bild des jeweiligen Stadtteils geben. Der Einsatz zukünftig zur Verfügung stehender Mittel für das Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft erfolgt nach umfassender Beurteilung der Situation in den Stadtteilen anhand dieser Daten.