Skip to main content Skip to navigation Skip to footer

Umsetzungsstand Pakt für den Ganztag im Ortsbezirk 2

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

Die Schulen im Ortsbezirk 2 sind grundsätzlich gut auf den Start des Rechtsanspruchs für die Kinder der ersten Klassenstufen ab dem Schuljahr 2026/2027 vorbereitet. Es stehen rechnerisch ausreichend Betreuungsplätze für diese Kinder zur Verfügung. Es ist Ziel, dass perspektivisch alle Grundschulen des Ortsbezirks den Pakt für den Ganztag im Verbund mit dem kommunalen Gesamtkonzept Ganztag umsetzen, um den Rechtsanspruch für alle Schüler*innen einer Grundschule sicherstellen zu können. Der Pakt für den Ganztag umfasst eine Betreuungsgarantie für alle Kinder der jeweiligen Schule von Anfang an, d.h. nicht nur für Schüler*innen der ersten Klassenstufen. Die Betreuungsgarantie wird über die Ganztagsangebote in der Schule und ggf. die Horte im Schulbezirk sichergestellt. Die Ganztagsangebote in der Schule und die Angebote in den Horten sollen bei Bedarf ein Angebot für 100 % der Kinder ergeben. Zum Stand der Weiterentwicklung in den Pakt für den Ganztag ist ein differenzierter Blick auf die Schulbezirke erforderlich. Die aktuelle Versorgungssituation der Grundschulkinder in den Grundschulbezirken wird über die jeweilige Versorgungsquote abgebildet. Unter anderem wird die Versorgungsquote der tatsächlichen Schüler*innen der Grundschule in Relation zu den Betreuungsplätzen ermittelt. Die sich daraus ergebenden Versorgungsquoten werden nachstehend dargestellt. Die Anzahl der Schüler*innen ist i.d.R. niedriger als die Anzahl der im Bezirk wohnhaften Kinder. Für ein Kind kann nur ein Betreuungsvertrag geschlossen werden. Eine doppelte Anmeldung (im Hort und der Erweiterten Schulischen Betreuung) ist ausgeschlossen. Der Betreuungsvertrag in der jeweiligen Einrichtung gilt für die komplette Grundschulzeit. Die Versorgungssituation stellt sich im Einzelnen folgendermaßen dar: Schulbezirk Anzahl der Schüler*innen und der Ganztags- und Betreuungsplätze in Horten und ESB 2024/2025 Versorgungs-quote nach Anzahl der Schüler*innen 2024/2025 Hinweise Bonifatiusschule 248 Schüler*innen 181 Ganztags- und Betreuungsplätze 73 % Die Schule arbeitet als Schule mit Ganztagsangeboten nach Profil 2. Das heißt, dass an fünf Tagen noch verschiedene Angebote von 07.30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr zusätzlich zur Verfügung stehen. Franckeschule 402 Schüler*innen 315 Ganztags- und Betreuungsplätze 78 % xxx Georg-Büchner-Schule 292 Schüler*innen 137 Ganztags- und Betreuungsplätze 47 % Die Schule arbeitet als Schule mit Ganztagsangeboten nach Profil 2. Das heißt, dass an fünf Tagen noch verschiedene Angebote von 07.30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr zusätzlich zur Verfügung stehen. Die Grundstufe wird zum Schuljahr 2025/2026 ausgelagert und ab dem Schuljahr 2026/2027 den Pakt für den Ganztag umsetzen. Viktoria-Luise-Schule Pakt für den Ganztag mit Betreuungsgarantie bei Bedarf bis zu 100 % Bei Bedarf 100 %. Die Viktoria-Luise-Schule setzt bereits das Förderprogramm Pakt für den Ganztag um. Der Pakt für den Ganztag umfasst eine Betreuungsgarantie für alle Kinder der Schule. Die Betreuungsgarantie wird über die Ganztagsangebote in der Schule (inklusive Erweiterte Schulische Betreuung) und ggf. Horte im Schulbezirk umgesetzt. Engelbert-Humperdinck-Schule 315 Schüler*innen 212 Ganztags- und Betreuungsplätze 67 % Die Schule arbeitet als Schule mit Ganztagsangeboten nach Profil 2. Das heißt, dass an fünf Tagen noch verschiedene Angebote von 07.30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr zusätzlich zur Verfügung stehen. Die Engelbert-Humperdinck-Schule wird den Pakt für den Ganztag ab dem Schuljahr 2025/2026 umsetzen. Teilnehmende Grundschulbezirke verfügen an fünf Tagen in der Woche und in den Schulferien (bei 25 Schließtagen) über ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot für alle Kinder Eltern können zwischen zwei zeitlichen Modulen wählen, einem kürzeren bis 15:00 Uhr und einem längeren bis 17:00 Uhr. Ab dem Schuljahr 2025/2026 gilt also eine Betreuungsgarantie, die über die Ganztagsangebote an der Schule und die Horte im Schulbezirk umgesetzt werden. Elsa-Brändström-Schule 281 Schüler*innen 230 Ganztags- und Betreuungsplätze 82 % Die Schule arbeitet als Schule mit Ganztagsangeboten nach Profil 2. Das heißt, dass an fünf Tagen noch verschiedene Angebote von 07.30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr zusätzlich zur Verfügung stehen. Die Elsa-Brändström-Schule wird ebenso den Pakt für den Ganztag ab dem Schuljahr 2025/2026 umsetzen. Ab diesem Zeitpunkt gilt die bereits benannte Betreuungsgarantie. Bei der Bonifatiusschule und der Franckeschule ist der Einstiegstermin für den Pakt für den Ganztag momentan noch offen. In diesen Schulbezirken werden die baulichen Bedarfe für die weitere Ganztagsschulentwicklung wie auch der Hort-Ausbau geprüft. So wird im Schulbezirk der Bonifatiusschule im Jahr 2025 ein neuer Hort mit 40 Plätzen in der Salvador-Allende-Straße entstehen. Alle Grundschulen sind aufgefordert das Ganztagsprogramm "Pakt für den Ganztag" zur Erfüllung des künftigen Rechtsanspruchs auf Grundschulkindbetreuung umzusetzen. Im Pakt für den Ganztag entwickeln Grundschulen und Grundstufen gemeinsam mit vom Stadtschulamt beauftragten Trägern verlässliche und bedarfsorientierte Angebote für alle Schüler*innen. Dabei geht es um die Entwicklung eines verzahnten und integrierten Ganztagsangebotes von 07.30 Uhr bis 17 Uhr. Das Ganztagsprogramm des jeweiligen Standortes wird auf Basis der Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 Hessisches Schulgesetz (HSchG) von Träger und Schule weiterentwickelt. Die Engelbert-Humperdinck-Schule entwickelt ihr pädagogisches Konzept aktuell in Abstimmung mit der Schulgemeinde und im Rahmen der Richtlinie weiter. Dafür notwendige Beschlüsse werden bei Bedarf von der Schulkonferenz getroffen, in der u.a. Eltern vertreten sind. Standortbezogene Details zur Umsetzung im Schulbezirk müssen von der Schulleitung, der Leiterin der Ganztagsangebote und den Hortleitungen besprochen werden. Eltern/Sorgeberechtigte melden ihr Kind / ihre Kinder freiwillig für die Ganztagsangebote an. Nach Anmeldung ist die Teilnahme verpflichtend. Die Grundanmeldung für Angebote im Pakt für den Ganztag ist aktuell für fünf Tage bis 15 Uhr möglich. Darüber hinaus kann ein Modul bis 17 Uhr gebucht werden. Dazwischenliegende Abholzeiten werden zwischen Schule und Träger auf Basis des pädagogischen Konzepts geregelt. Es ist Ziel, dass die Schulen, die Träger der Ganztagsangebote und die Träger der Horte den Rechtsanspruch auf Grundschulkindbetreuung als Verantwortungsgemeinschaft umsetzen. Eine enge Kooperation zwischen Schule, Träger von Ganztagsangeboten und Träger von Horten ist daher wichtig. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes Ganztag ist es Ziel, dass einer Schule bestimmte Horte noch klarer zugeordnet werden und in der Folge die zugeordneten Horte nur von Kindern einer Schule besucht werden. Innerhalb dieses Entwicklungsvorhabens wird begrüßt, wenn Mitarbeiter*innen von Horten z.B. auch am Standort Schule Angebote mitgestalten. Beispielsweise über eine Quartierskonferenz und schulbezirksbezogene Kick-Off-Termine des Stadtschulamtes sollen die Leitungsebene von Schule, Ganztagsangeboten und Horten in den Dialog gehen, um den Prozess der gemeinsamen Umsetzung des Rechtsanspruchs und die Zusammenarbeit zu planen. Der Pakt für den Ganztag umfasst eine Betreuungsgarantie für alle Kinder der jeweiligen Grundschule, die über die Ganztagsangebote in der Schule (inklusive Erweiterte Schulische Betreuung) und ggf. Horte umgesetzt wird. Das neue Gesamtkonzept Ganztag dient in Verbindung mit dem Pakt für den Ganztag insbesondere der qualitativen Weiterentwicklung der Ganztagsangebote und der Zusammenarbeit in den Schulbezirken. Die Rahmung und die Strukturen der Ganztags- und Betreuungsangebote in Ganztagsgrundschulen und Horten sollen sich stärker annähern und für die Familien übersichtlicher sein als bisher. Bauliche Maßnahmen werden, im Rahmen der Möglichkeiten, geplant und realisiert, um so die Grundlage für die Umsetzung des Paktes für den Ganztag zu schaffen. Der kontinuierliche Austausch des Stadtschulamtes mit den Ganztagsträgern trägt dazu bei, gemeinsame Strategien zum Umgang mit Fachkräftemangel zu entwickeln. Hierzu gehört zum Beispiel, dass das Stadtschulamt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Frankfurt am Main kostenfreie Weiterbildungen für pädagogisch geeignetes Personal ohne Fachkraftausbildung anbietet, um die Personen für den Einsatz im Ganztag zu schulen. Die Personalressourcen, die die Ganztagsschulentwicklung mit sich bringt, werden im Gesamtgefüge bewertet. Über die Schulen kommt ein erheblicher Anteil Lehrkräfte als Fachkräfte mit ins System. Zudem bilden die ganztägig arbeitenden Schulen große Kooperationsnetzwerke, so dass über diese Kooperationspartner*innen weitere Bedarfe aufgefangen werden. Diese Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit der Personal-, Fachkraft- und Angebotsstrukturen an Frankfurter Grundschulen verhindern einen trägerübergreifenden Maßnahmenplan bei Personalengpässen. Stattdessen muss im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen ein standortbezogenes und individuelles Konzept erstellt werden, wie mit Vertretungen und Personalengpässen umzugehen ist.

Verknüpfte Vorlagen