Wartehäuschen für alle Bushaltestellen in der Holzhausenstraße
Stellungnahme des Magistrats
Die Bushaltestelle "Holzhausen-Park" in Fahrtrichtung Westend der Linie M36 wurde im Jahr 2018 barrierefrei ausgebaut. Im Zuge des Umbaus war vorgesehen, diese Richtungshaltestelle mit einer ortsfesten Wartehalle auszustatten. Für die Möblierungsplanung wurde ein Lageplan zu den unterirdisch verlaufenden Versorgungsleitungen erstellt. Dieser sogenannte Trassenplan gab Aufschluss darüber, dass im Baufeld unterhalb des Gehweges etliche Versorgungsleitungen entlanglaufen (darunter Strom und Trinkwasser), die nicht mit einem Wartehallenfundament hätten überbaut werden dürfen, bzw. zu denen die erforderlichen Abstände nicht hätten eingehalten werden können. Um dennoch eine ortsfeste Wartehalle aufzustellen, hätten die betroffenen Versorgungsleitungen auf einer Länge von rund 30 Metern verlegt werden müssen. Vor dem Hintergrund unverhältnismäßig hoher Kosten und angesichts der geringen Einsteigerzahlen in Fahrtrichtung Westend wurde diese aufwendige Trassenverlegung nicht in Betracht gezogen, zumal diese den Zeitplan für den eigentlichen barrierefreien Ausbau der Fahrgastwartefläche erheblich verzögert hätte. Mit einer neuerlichen Möblierungsplanung wird nochmals geprüft werden, ob eine kleinere mobile Wartehalle ohne Bodenplatte aufgestellt werden könnte. Im Gegensatz zu einer ortsfesten Wartehalle mit Fundament, deren schmale Seitenscheiben den Durchgang auf dem Gehweg kaum beeinträchtigt hätten, benötigt eine Wartehalle dieses Typs für ihre Standhaftigkeit allerdings mehrere Stützen, welche die verbleibende Durchgangsbreite auf dem Gehweg stärker einschränken. Der Gehweg könnte dadurch so weit eingeengt werden, dass auch eine kleine mobile Wartehalle dort nicht platziert werden darf. Aufgrund begrenzter Personalressourcen und vieler anderweitiger Aufgaben in Bezug auf die Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet wird diese Prüfung jedoch nicht zeitnah erfolgen.