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Vogeltränken im Ortsbezirk 1

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

Die Idee, im öffentlichen Raum Vogeltränken anzubringen und durch Patenschaften dauerhaft zu unterhalten, ist grundsätzlich begrüßenswert. Leider ist ihre Umsetzung unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht möglich. Die regelmäßige Reinigung und tägliche Neubefüllung von Vogeltränken - insbesondere während Hitze- und Trockenperioden - stellt hohe hygienische Anforderungen. Um zu verhindern, dass sich Krankheitserreger ausbreiten, müssten die Wasserstellen täglich mit frischem Wasser versorgt und regelmäßig mit heißem Wasser (ohne chemische Zusätze) gereinigt werden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass sie so gebaut sind, dass keine Gefahr durch Beutegreifer wie Katzen oder Hunde besteht. Auch Vandalismus oder mutwillige Verschmutzungen im öffentlichen Raum stellen ein Risiko dar. Selbst bei Übernahme der Pflege durch Pat:innen wäre eine regelmäßige Kontrolle durch städtische Stellen erforderlich - insbesondere im Hinblick auf Hygiene, Tiergesundheit und Versorgungssicherheit in sensiblen Zeiträumen, wie etwa während der Urlaubszeit. Die kontinuierliche Koordination und Betreuung solcher Patenschaften ist mit den derzeit verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen leider nicht leistbar. Gleichwohl finden Wildtiere in Frankfurt vielerorts natürliche oder bewässerte Wasserquellen - etwa an Weihern im Anlagenring, an Fließgewässern wie dem Main oder in bewässerten Grünanlagen. Darüber hinaus leisten Bürger:innen durch Wasserschalen in privaten Gärten oder auf Balkonen bereits wertvolle Beiträge. Der NABU ruft insbesondere in Trockenzeiten zur Bereitstellung von Wasser im privaten Raum auf und bietet hilfreiche Informationen zur sicheren und hygienischen Gestaltung von Vogeltränken.

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