Café in der Kaimauer
Vorlagentyp: ST Magistrat
Inhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 25.08.2017, ST 1545
Betreff: Café in der Kaimauer Am südlichen Mainufer gibt es in dem Bereich zwischen der Untermainbrücke und Eiserner Steg derzeit vier Gastronomieangebote:
- Mainstrand;
- Bootshaus Dreyer;
- Freigut;
- das sogenannte Dönerboot. Dies erscheint dem Magistrat grundsätzlich ausreichend - auch im Hinblick auf die vom Ortsbeirat angesprochene Müllbeseitigung, die von jedem Betreiber im Umfeld des Betriebes vertraglich vereinbart ist. Die Frankfurter Grünanlagen dienen der Bevölkerung in erster Linie als Ruhezone zur Erholung und Entspannung und auch der aktiven Freizeitgestaltung. Gewerbeausübungen sind hier grundsätzlich untersagt. Der Magistrat, vertreten durch das Grünflächenamt, kann jedoch Ausnahmen zulassen. Mit einem weiteren Maincafé in der südlichen Kaimauer zwischen Untermainbrücke und Eiserner Steg wäre diese hier relativ schmal bemessene Grünanlage jedoch von Gastronomie überlagert. Zudem ließe die südliche Kaimauer nach vorsichtigen Einschätzungen an zwei Stellen unterirdische Räumlichkeiten von höchstens 125m2 Grundfläche zu; eine Räumlichkeit etwa in der Mitte zwischen beiden Brücken, eine weitere im östlichen Bereich. Aus der Sicht des Magistrates können die Öffnungen nur von oben von der Fläche des Hochkais vorgenommen werden. Im östlichen Bereich müssten dafür aber zwei markante, 130jährige Platanen aus dem Baumhain entfernt werden. Unter der Berücksichtigung vorzuhaltender Toiletten und Müllräume ist anzuzweifeln, ob das an beiden Standorten nur begrenzt mögliche Flächenangebot noch erfolgreich bewirtschaftet werden kann. In Anbetracht der erforderlichen, unterirdischen Bauweise, die auch die Lage im Hochwasserbereich berücksichtigen muss, erscheint ein Etat in Höhe von 50.000 Euro als bei Weitem zu gering bemessen. Hier wäre wohl eher mit einer Summe in Höhe des zehnfachen dieses Betrages zu rechnen.