Entlastung für die Wohngebiete Sachsenhausens
Stellungnahme des Magistrats
Das seit mehreren Jahren zu verzeichnende Wachstum der Stadt Frankfurt am Main um bis zu 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Jahr führt unweigerlich zu einer Konkurrenz der Nutzungsansprüche und zu verkehrlichen Problemen. Diese sind jedoch nicht nur im Stadtteil Sachsenhausen zu verzeichnen, sondern in vielen oder sogar allen Stadtteilen. Ein Konzept zur Entlastung der Wohngebiete Sachsenhausens ist daher nicht ausreichend, es muss ein Konzept für die verkehrliche Entwicklung der gesamten Stadt entwickelt werden. Im vergangenen Jahr haben sich 16 Institutionen in einem gemeinsamen Brief an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gewandt und für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs bei der Erarbeitung eines strategischen Masterplans zu Verkehr und Mobilität gebeten. Das Verkehrsdezernat hat diesbezüglich bereits erste Schritte unternommen und wird die Erarbeitung eines solchen Masterplans Verkehr und Mobilität anstoßen. Um der Konkurrenz der Nutzungsansprüche und den weiteren verkehrlichen Problemen einer wachsenden Großstadt Rechnung zu tragen, wird nur eine Änderung des Mobilitätsverhaltens zielführend sein. Um diesen Wechsel weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum Nahverkehr und zu Fuß- und Radverkehr zu ermöglichen, ist eine Angebotsplanung für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel erforderlich. Da die Flächen in der Stadt begrenzt sind, wird dies nur zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs zu erreichen sein. Auch mit dem Beschluss zur flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung hat der Magistrat bereits erste Maßnahmen beschlossen um Pendlerströme zu reduzieren, bzw. diese auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern. Darüber hinaus wurden mit den Maßnahmen zum Radentscheid weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für den Radverkehr beschlossen und davon bereits einige Maßnahmen umgesetzt.