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Frankfurt - ein weißer Fleck im Internet?

Vorlagentyp: OM

Inhalt

Anregung an den Magistrat vom 14.02.2017, OM 1273 entstanden aus Vorlage: OF 237/1 vom 28.01.2017

Betreff: Frankfurt - ein weißer Fleck im Internet? Der Magistrat wird aufgefordert, auf den RMV einzuwirken, mit dem Ziel, Kartendiensten (z. B. Google Maps) und anderen Anbietern Fahrplandaten zur Verfügung zu stellen. Sollte sich der RMV dazu nicht in der Lage sehen, wird der Magistrat aufgefordert zu prüfen, ob (dann leider isoliert) die Daten der Frankfurter U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse bereitgestellt werden können. Begründung: Nahezu alle Großstädte lassen die Verarbeitung und Verbreitung von Fahrplandaten durch Google Maps und andere Dienste zu. Dadurch gelingt der direkte Vergleich mit Mobiltelefon oder PC zwischen den Verkehrsmitteln und dem Zufußgehen schnell und einfach. Der RMV verweigert die Freigabe der Daten und schadet damit nicht nur seinen eigenen Kunden, sondern dem Standort Rhein-Main insgesamt. Der RMV verweist seine Nutzer auf ein eigenes Internetangebot. Dieses ist jedoch mindestens unpraktisch, in der Realität richtig schlecht. Gibt man z. B. bei der Suche "Europaallee" ein, wird als Ergebnis "Bad Hersfeld, Europaallee 1" ausgegeben. Der RMV sollte sich das Geld für eine solche App oder ein entsprechendes Internetangebot sparen und stattdessen den Zugriff auf die für Fahrgäste notwendigen Daten denjenigen überlassen, die benutzerinnen- und benutzerfreundliche Angebote erstellen können. Die Weigerung des RMV, eine Darstellung seines zum großen Teil von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern finanzierten Angebots bei Kartendiensten zuzulassen, führt zu irreführenden Ergebnissen: Eine Route vom Hauptbahnhof zum Römer wird nicht etwa auf dem kürzesten Weg mit den Linien 11, U 4 oder U 5 angezeigt (zwei Minuten), sondern als Reise mit der S-Bahn zur Hauptwache und anschließendem Fußweg über Sandgasse und Neue Kräme. Die Gesamtdauer beträgt auf diesem Weg acht Minuten, also viermal so lang wie die direkt vom RMV angebotene Verbindung. Noch radikaler fallen die Differenzen bei ausgewählten längeren Strecken aus. Da die Deutsche Bahn (Betreiberin der S-Bahn) ihre Daten bereitstellt, wird bei Google Maps die S-Bahn - soweit möglich - als Verbindung angegeben. Dies führt dann zu den oben dargestellten fehlerhaften - und für Fahrgäste ärgerlichen - Ergebnissen. Die Bereitstellung der Daten würde nicht bedeuten, dass ein bestimmter Anbieter einseitig bevorzugt würde. Vielmehr könnten alle Dienste das Angebot nutzen und sinnvolle Apps entwickeln, die den Nutzerinnen und Nutzern des ÖPNV zugutekommen. Eventuelle Kosten für die Bereitstellung der Daten können kompensiert werden, indem der RMV auf eigene (ungenügende) Internetangebote verzichtet. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 1