Fahrradweg am Mainufer
Vorlagentyp: OF FDP
Begründung
Der Magistrat wird aufgefordert:
- Schaffung einer Fahrradspur auf dem Fußgängerweg am nördlichen Mainufer
- Die Fahrradspur soll an der Mainseite liegen
- Das Kopfsteinpflaster um die Pfeiler der Untermainbrücke auf der Stadt zugewandten Seite ist durch eine glatte Fläche zu ersetzen
- Die Kenntlichmachung der Spuren soll auf dem Weg selbst erfolgen und nicht durch Verkehrsschilder
- Das Stadtplanungsamt soll ein Konzept vorlegen, wie die Fläche um den Eisernen Steg barrierefrei gestaltet werden kann
- Das Stadtplanungsamt soll prüfen, ob ein Fahrradsteg unter dem Eisernen Steg - über den Main - möglich ist. Sollte der Fahrradsteg nicht möglich sein, wird das Stadtplanungsamt aufgefordert einen Vorschlag zu erarbeiten, wie ein durchgehender Fahrradweg möglich ist.
- Passanten, welche die anliegenden Boote nutzen wollen, sind mit auf der Fahrradspur gekennzeichneten Fußgängerüberwegen und weiteren Fahrbahnmarkierungen zu schützen. Begründung: An heißen Tagen kommt es am Mainufer in Frankfurt immer wieder zu Problemen zwischen Fahrradfahrerinnen, Fahrradfahrern und Fußgängern. Rein theoretisch dürfte dieses Problem nicht bestehen, da der Weg am Main ein reiner Fußgängerweg ist. Zu 1.: Die Realität am Main sieht nicht nur im Sommer anders aus. Fahrradfahrerinnen fahren am Main, obwohl sie es nicht dürfen. Gerade im Sommer muss die Stadt Frankfurt froh sein um Jede/n, die/der ihr/sein Auto zu Hause lässt und mit dem Fahrrad unterwegs ist. Es gibt zwei Möglichkeiten das Problem zu lösen. Möglichkeit eins ist, jede/r Fahrradfahrer/in, die/der am Main Fahrrad fährt, wird mit einem Ordnungsgeld bestrafft. Dies wird nicht nur von den Betroffenen nicht eingesehen werden, da es keinem Bürger begreiflich zu machen ist, warum sie/er am Main nicht Rad fahren darf. Die Alternative ist, die Stadt passt sich den Gegebenheiten an und ermöglicht auch Radfahrerinnen und Radfahrern das Fahren am Main. Damit es zu keinen Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfahrern kommt, soll die Stadt eine Fahrradspur auf dem Weg am Main einrichten. Zu 2.: Die Radspur soll an der Mainseite liegen und die Fußgängerspur an der Stadtseite des Weges. An der Stadtseite befinden sich die Sitzbänke. Werden die Fahrradfahrerinnen auf die nördliche Spur verwiesen, müssen Bürger, um sich auf eine der Bänke zu setzen, den Fahrradweg kreuzen. Auch kann keine/r, die/der auf der Bank sitzt, die Beine ausstrecken, ohne Gefahr zu laufen, dass diese von einem Fahrrad erfasst werden. Der nächste Punkt für die Fahrradspur an der Mainseite ist, dass sich der Kinderspielplatz auf der Stadtseite befindet. Sowohl Kinder als auch Fahrradfahrerinnen werden gefährdet, wenn fast unmittelbar an den Kinderspielplatz die, im Sommer nicht niedrig frequentierte, Fahrradspur sich anschließt. Eine Beeinträchtigung der Anglerinnen durch die Fahrradspur an der Südseite des Weges ist nicht gegeben, da zwischen dem Weg und dem Fluss eine kleine Grünfläche ist, welche auch heute schon von den Anglerinnen und Anglern genutzt wird. Zu 3.: An der Untermainbrücke verengt sich durch den Brückenpfeiler der Weg. An dieser Stelle ist eine Teilung des bestehenden Weges nicht möglich, da die Gefahr von Unfällen besteht. Die Lösung besteht darin, die Fußgänger an der Stadt zugewandten Seite um den Brückenpfeiler zu leiten. Aktuell liegt an diesem Teil des Brückenpfeilers Kopfsteinpflaster. Sollte dieses Kopfsteinpflaster nicht beseitigt werden, werden die Fußgänger die um den Pfeiler herumgeleitete Fußgängerspur nicht annehmen und auf der Fahrradspur laufen. Dies ist wiederum eine erhebliche Gefährdung aller Verkehrsteilnehmerinnen. Des Weiteren ist dieses Kopfsteinpflaster für Kinderwägen und Rollstühle sehr problematisch. Zu 4.: Frankfurt ist zu Recht stolz auf sein Wolkenkratzer-Panorama. Dieser Blick, der gerade vom Main aus sehr schön ist, sollte nicht durch eine Flut von Verkehrsschildern im Augenwinkel gestört werden. Des Weiteren konzentrieren sich Fahrradfahrerinnen eher auf den Weg vor ihnen als auf Schilder. Mit den Verkehrszeichen auf dem Weg wird dies gefördert und somit verbessert sich auch die Aufmerksamkeit der Radfahrerinnen gegenüber Fußgängern und Hindernissen auf dem Weg. Zu 5.: Das Problem an der Stelle ist, dass durch den Eisernen Steg der Gehweg verengt ist und zusätzlich davon noch Fläche für die Schienen der Hafenbetreiber benötigt wird. Aktuell ist der Weg um den Eisernen Steg mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Dieses Kopfsteinpflaster ist weder für Menschen mit Kinderwagen noch für Gehbehinderte im Rollstuhl geeignet. Zu 6.: Die verengte Stelle am denkmalgeschützten Eisernen Steg erweist sich als problematisch in Bezug auf einen durchgängigen Fahrradweg an der Mainseite. Den Fahrradweg an der städtischen Seite des Eisernen Stegs herumzuführen ist aufgrund der Enge nicht möglich. Die einzige Lösung besteht darin den Fahrradweg auf der Mainseite um die Brücke mit einem Steg herum zu führen.Zu 7.: Die Ausflugsboote auf dem Main gehören fest zum Stadtbild von Frankfurt und stellen eine Bereicherung für Frankfurt dar. Durch die neue Fahrradspur an der Mainseite, wird es zu Problemen zwischen Fahrradfahrerinnen und den Menschen, die ein Ausflugsboot betreten oder verlassen wollen, kommen. Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, sollen an den Anlegestellen der Boote Fußgängerüberwege geschaffen werden und die Fahrradfahrerinnen auch mit weiteren Fahrbahnmarkierungen auf kreuzende Fußgänger aufmerksam gemacht werden.
Inhalt
Antrag vom 23.01.2013, OF 272/1
Betreff: Fahrradweg am Mainufer Der Magistrat wird aufgefordert:
- Schaffung einer Fahrradspur auf dem Fußgängerweg am nördlichen Mainufer
- Die Fahrradspur soll an der Mainseite liegen
- Das Kopfsteinpflaster um die Pfeiler der Untermainbrücke auf der Stadt zugewandten Seite ist durch eine glatte Fläche zu ersetzen
- Die Kenntlichmachung der Spuren soll auf dem Weg selbst erfolgen und nicht durch Verkehrsschilder
- Das Stadtplanungsamt soll ein Konzept vorlegen, wie die Fläche um den Eisernen Steg barrierefrei gestaltet werden kann
- Das Stadtplanungsamt soll prüfen, ob ein Fahrradsteg unter dem Eisernen Steg - über den Main - möglich ist. Sollte der Fahrradsteg nicht möglich sein, wird das Stadtplanungsamt aufgefordert einen Vorschlag zu erarbeiten, wie ein durchgehender Fahrradweg möglich ist.
- Passanten, welche die anliegenden Boote nutzen wollen, sind mit auf der Fahrradspur gekennzeichneten Fußgängerüberwegen und weiteren Fahrbahnmarkierungen zu schützen. Begründung: An heißen Tagen kommt es am Mainufer in Frankfurt immer wieder zu Problemen zwischen Fahrradfahrerinnen, Fahrradfahrern und Fußgängern. Rein theoretisch dürfte dieses Problem nicht bestehen, da der Weg am Main ein reiner Fußgängerweg ist. Zu 1.: Die Realität am Main sieht nicht nur im Sommer anders aus. Fahrradfahrerinnen fahren am Main, obwohl sie es nicht dürfen. Gerade im Sommer muss die Stadt Frankfurt froh sein um Jede/n, die/der ihr/sein Auto zu Hause lässt und mit dem Fahrrad unterwegs ist. Es gibt zwei Möglichkeiten das Problem zu lösen. Möglichkeit eins ist, jede/r Fahrradfahrer/in, die/der am Main Fahrrad fährt, wird mit einem Ordnungsgeld bestrafft. Dies wird nicht nur von den Betroffenen nicht eingesehen werden, da es keinem Bürger begreiflich zu machen ist, warum sie/er am Main nicht Rad fahren darf. Die Alternative ist, die Stadt passt sich den Gegebenheiten an und ermöglicht auch Radfahrerinnen und Radfahrern das Fahren am Main. Damit es zu keinen Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfahrern kommt, soll die Stadt eine Fahrradspur auf dem Weg am Main einrichten. Zu 2.: Die Radspur soll an der Mainseite liegen und die Fußgängerspur an der Stadtseite des Weges. An der Stadtseite befinden sich die Sitzbänke. Werden die Fahrradfahrerinnen auf die nördliche Spur verwiesen, müssen Bürger, um sich auf eine der Bänke zu setzen, den Fahrradweg kreuzen. Auch kann keine/r, die/der auf der Bank sitzt, die Beine ausstrecken, ohne Gefahr zu laufen, dass diese von einem Fahrrad erfasst werden. Der nächste Punkt für die Fahrradspur an der Mainseite ist, dass sich der Kinderspielplatz auf der Stadtseite befindet. Sowohl Kinder als auch Fahrradfahrerinnen werden gefährdet, wenn fast unmittelbar an den Kinderspielplatz die, im Sommer nicht niedrig frequentierte, Fahrradspur sich anschließt. Eine Beeinträchtigung der Anglerinnen durch die Fahrradspur an der Südseite des Weges ist nicht gegeben, da zwischen dem Weg und dem Fluss eine kleine Grünfläche ist, welche auch heute schon von den Anglerinnen und Anglern genutzt wird. Zu 3.: An der Untermainbrücke verengt sich durch den Brückenpfeiler der Weg. An dieser Stelle ist eine Teilung des bestehenden Weges nicht möglich, da die Gefahr von Unfällen besteht. Die Lösung besteht darin, die Fußgänger an der Stadt zugewandten Seite um den Brückenpfeiler zu leiten. Aktuell liegt an diesem Teil des Brückenpfeilers Kopfsteinpflaster. Sollte dieses Kopfsteinpflaster nicht beseitigt werden, werden die Fußgänger die um den Pfeiler herumgeleitete Fußgängerspur nicht annehmen und auf der Fahrradspur laufen. Dies ist wiederum eine erhebliche Gefährdung aller Verkehrsteilnehmerinnen. Des Weiteren ist dieses Kopfsteinpflaster für Kinderwägen und Rollstühle sehr problematisch. Zu 4.: Frankfurt ist zu Recht stolz auf sein Wolkenkratzer-Panorama. Dieser Blick, der gerade vom Main aus sehr schön ist, sollte nicht durch eine Flut von Verkehrsschildern im Augenwinkel gestört werden. Des Weiteren konzentrieren sich Fahrradfahrerinnen eher auf den Weg vor ihnen als auf Schilder. Mit den Verkehrszeichen auf dem Weg wird dies gefördert und somit verbessert sich auch die Aufmerksamkeit der Radfahrerinnen gegenüber Fußgängern und Hindernissen auf dem Weg. Zu 5.: Das Problem an der Stelle ist, dass durch den Eisernen Steg der Gehweg verengt ist und zusätzlich davon noch Fläche für die Schienen der Hafenbetreiber benötigt wird. Aktuell ist der Weg um den Eisernen Steg mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Dieses Kopfsteinpflaster ist weder für Menschen mit Kinderwagen noch für Gehbehinderte im Rollstuhl geeignet. Zu 6.: Die verengte Stelle am denkmalgeschützten Eisernen Steg erweist sich als problematisch in Bezug auf einen durchgängigen Fahrradweg an der Mainseite. Den Fahrradweg an der städtischen Seite des Eisernen Stegs herumzuführen ist aufgrund der Enge nicht möglich. Die einzige Lösung besteht darin den Fahrradweg auf der Mainseite um die Brücke mit einem Steg herum zu führen.Zu 7.: Die Ausflugsboote auf dem Main gehören fest zum Stadtbild von Frankfurt und stellen eine Bereicherung für Frankfurt dar. Durch die neue Fahrradspur an der Mainseite, wird es zu Problemen zwischen Fahrradfahrerinnen und den Menschen, die ein Ausflugsboot betreten oder verlassen wollen, kommen. Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, sollen an den Anlegestellen der Boote Fußgängerüberwege geschaffen werden und die Fahrradfahrerinnen auch mit weiteren Fahrbahnmarkierungen auf kreuzende Fußgänger aufmerksam gemacht werden.Beratung im Ortsbeirat: 1