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Kinderärztliche Notdienstversorgung an der Uniklinik wieder aufnehmen

Vorlagentyp: OF CDU SPD FDP

Antrag

Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) der Landesärztekammer Hessen, der Universitätsmedizin Frankfurt sowie weiteren relevanten Akteuren (z.B. Hochschuleinrichtungen und Träger der Kinderkliniken) kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um eine flächendeckende und wohnortnahe Kinderärztliche Versorgung außerhalb der regulären Sprechzeiten sicherzustellen. Hierbei soll insbesondere geprüft werden, 1. wie eine Wiederaufnahme oder alternative Etablierung eines kinderärztlichen Notdienststandortes im zentralen Stadtgebiet (z.B. Universitätsmedizin Frankfurt) gewährleistet werden kann, 2. welche strukturellen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müsse, 3. und wie die Kommunikation an Eltern und Sorgeberechtigte verbessert werden kann, um Verunsicherungen und unnötige Notaufnahmen zu vermeiden

Begründung

Bis vor kurzem war die kinderärztliche Notdienstversorgung ("KiNo") in Frankfurt am Main an mehreren Standorten geregelt, unter anderem Frankfurt-Höchst und der Universitätsmedizin Frankfurt. Nach der Entscheidung der Universitätsmedizin, ihre personellen Kapazitäten aus der kinderärztlichen Notfallversorgung abzuziehen, ist derzeit nur noch der Standort Höchst für das gesamte Stadtgebiet zuständig. Diese Entwicklung führt zu erheblichen Nachteilen für Familien mit Kindern in weiten Teilen Frankfurts. Die Wege nach Höchst sind, insbesondere aus den östlichen und zentralen Stadtteilen, lang und umständlich. Dies kann dazu führen, dass Eltern notwendige Arztbesuche bei akuten Erkrankungen ihrer Kinder hinauszögern oder stattdessen die Notaufnahme der Krankenhäuser aufsuchen, die jedoch primär für schwerkranke oder stationär behandlungsbedürftige Kinder vorgesehen sind. Die von der Kassenärztlichen Vereinigung angekündigte Ausweitung telemedizinischer Angebote kann die klinische Untersuchung eines Kindes nicht ersetzen. Gerade bei Kleinkindern, die Symptome häufig nicht klar äußern können, bleibt die körperliche Untersuchung durch eine Kinderärztin oder Kinderarzt einer sicheren medizinischen Einschätzung. Eine wohnortnahe und verlässliche kinderärztliche Notfallversorgung ist daher ein zentrales Anliegen der Daseinsvorsorge. Der Magistrat wird daher gebeten, sich zeitnah mit der KVH und den beteiligten Einrichtungen über tragfähige Lösungen zu verständigen.

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 43
OBR 5
TO I, TOP 18
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 7805 2025 Die Vorlage OF 1596/5 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Zustimmung:
Alle

Verknüpfte Vorlagen