Datengrundlage für die Unfallkommission erweitern
Antrag
Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und zu berichten, wie auch diejenigen Verkehrsunfälle, bei denen lediglich Rettungsdienste und keine Polizei benachrichtigt werden, systematisch erfasst werden können. Die Erfassung sollte gemeinsam mit den Frankfurter Rettungsdiensten und der Branddirektion entwickelt und in der Unfallkommission (UKO) ausgewertet werden. Die Ergebnisse könnten jährlich als separater Bericht veröffentlicht oder in die vorhandene Verkehrsunfallstatistik der Landespolizei integriert werden.
Begründung
Fachpersonal aus der Unfallforschung, wie beispielsweise die Mitglieder der UKO, gehen von einer hohen Zahl von Verkehrsunfällen aus, bei denen die Polizei nicht involviert wird. Diese Fälle gehen bisher nicht in die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik ein, wodurch das Lagebild unvollständig ist und Unfallschwerpunkte nicht zuverlässig erkannt und somit auch nicht entschärft werden können. Dies konterkariert das Ziel der Stadt Frankfurt von Null im Straßenverkehr getöteten und Null schwer verletzten Menschen, welches unter anderem im "Masterplan Mobilität" verankert ist (Vision Zero). Auch im Sinne des "EU Road Safety Policy-Framework 2021-2030" ist eine umfassende Erfassung und Analyse von Unfalldaten erforderlich, um Gefahrenstellen zu beseitigen. Dies ist mit den bisherigen Daten nur eingeschränkt möglich. Es ist daher notwendig, dass auch die Rettungsdienste die Erkenntnisse über bearbeitete Verkehrsunfälle melden.
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