Schulbau beschleunigen durch Zusammenarbeit mit Externen
Antrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, 1. inwieweit externe Unternehmen, die auf nachhaltige und modulare Schulgebäude spezialisiert sind, systematisch in die Schulbauoffensive eingebunden werden können. Hierbei sollen insbesondere vorhandene städtische Grundstücke (bspw. FIAT-Areal) für den Neubau solch flexibler, ressourcenschonender Schulgebäude geprüft werden. 2. wie regenerative Energiekonzepte (z.B. Photovoltaik), modulare Bauweisen und flexible Nutzungsansätze integriert werden können, um den ökologischen Fußabdruck der Neubauten zu minimieren und langfristig Betriebskosten zu senken. Ein entsprechender Bericht mit Empfehlungen zur Umsetzung wird der Stadtverordnetenversammlung bis spätestens Mitte Februar 2026 vorgelegt.
Begründung
Frankfurt steht vor der Herausforderung, in den kommenden Jahren viele neue Schulplätze zu schaffen. Die Bewältigung dieses Bedarfs erfordert innovative, nachhaltige und wirtschaftliche Bauansätze. Unternehmen, die sich auf modulare und klimafreundliche Schulgebäude spezialisiert haben, können zur Beschleunigung der Umsetzung beitragen und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards sichern. Auf Bildungsbauten spezialisierte Unternehmen sind darauf ausgerichtet, neben individueller Objektplanung und passgenauer Finanzierung auch eine schnelle, schlüsselfertige Bauausführung mit umfassender Projektbetreuung sowie eine Minimierung von Schnittstellen zu gewährleisten. Beispielsweise haben andere Städte gute Erfahrungen mit Schulgebäuden von Goldbeck GmbH (Hannover, Hamburg), KLEUSBERG GmbH (Köln, Heinsberg) oder PORR GmbH & Co. KGaA (Kirchheim bei München) gemacht. So hat beispielsweise die Errichtung des 6.200 m² großen Schulneubaus des Campus Region Hamburg durch die Firma Goldbeck Dank zeitgleicher Modul-Werksvorfertigungen nur sechs Monate bis zur Schlüsselübergabe gedauert. In Frankfurt hingegen vergehen laut Amt für Bau und Immobilien schon von der Projektidee bis zum Spatenstich im Durchschnitt acht Jahre. Hinzu kommen jahrelange Bauzeiten. Mit der Kleusberg GmbH als mittelständischem Unternehmen haben zum Beispiel Unternehmen im Industriepark Höchst zusammengearbeitet und positive Erfahrungen sammeln können, von denen die Stadt Frankfurt profitieren könnte. Statt selbst neue Gesellschaften zu gründen oder mit einer zusätzlichen Bildungsbaugesellschaft Parallelstrukturen innerhalb der städtischen Verwaltung aufzubauen, wäre es sinnvoller, klare Zuständigkeiten zu schaffen und auf vorhandene Expertise zurückzugreifen. Des Weiteren müssen von der Stadt bereits gekaufte Grundstücke für den Schulbau endlich nutzbar gemacht werden. Die Nutzung vorhandener Grundstücke ermöglicht eine schnellere Realisierung von Projekten, die angesichts stetig steigender Baukosten und der dringenden Kapazitätsprobleme sanierungsbedürftiger Schulen oberstes Gebot sein sollte.
Beratungsverlauf 3 Sitzungen
Reden im Parlament
Reden werden geladen...
Fehler beim Laden der Reden
Keine Reden zu dieser Vorlage gefunden