2019 beschloss das Frankfurter Stadtparlament, dass die ABG Frankfurt Holding in Nieder-Erlenbach über 80 Doppelhaushälf
Frage an den Magistrat
2019 beschloss das Frankfurter Stadtparlament, dass die ABG Frankfurt Holding in Nieder-Erlenbach über 80 Doppelhaushälften errichtet und zu rund 400.000 Euro verkauft. Laut Frankfurter Rundschau vom 01.07.2025 plant die ABG nun, erneut 72 Doppelhaushälften zu bauen, beauftragt mit der Ausführung das Bauunternehmen Ten Brinke. Ich frage den Magistrat: Warum errichtet die städtische ABG - deren Aufsichtsratsvorsitzender OB Mike Josef ist - trotz des großen Bedarfs an sozialen Mietwohnungen Einfamilienhäuser zum Verkauf, anstatt wie im Gesellschaftsvertrag festgelegt vorrangig bezahlbare und soziale Mietwohnungen zu bauen?
Antwort des Magistrats
Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger: Sehr geehrte Frau Vorsteherin, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Yilmaz! Die ABG Frankfurt Holding ist nicht in den Bau der Reihen- und Doppelhäuser involviert, sondern in den Bau und die Vermietung von Mehrfamilienhäusern, inklusive gefördertem Wohnungsbau. Im geplanten Wohngebiet sollen sowohl Einfamilienhäuser als auch Wohnungen im Geschosswohnungsbau entstehen. Die Einfamilienhäuser werden nicht von der ABG Frankfurt Holding errichtet. Mit dieser Mischung soll ein breites Angebot an unterschiedlichen Wohnformen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ermöglicht werden. Zur Deckung des dringenden Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen sind 30 Prozent der Flächen für die soziale Wohnraumförderung vorgesehen. Weiterhin sind auch Flächen für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte geplant, die im Rahmen eines Konzeptverfahrens vergeben werden. Stadtverordneter Eyup Yilmaz, fraktionslos: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat, hier ist der Artikel der Rundschau. Ich frage noch einmal: In Frankfurt leben Tausende Familien mit Kindern in Notunterkünften. Nahezu die Hälfte der Stadtbevölkerung hat einen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Wie kann der Magistrat unter diesen Bedingungen rechtfertigen, dass die städtische ABG Holding Einfamilienhäuser zum Verkauf baut? Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger: (fortfahrend) Sehr geehrter Herr Stadtverordneter Yilmaz, es wird nicht besser, wenn Sie mir eine Frage stellen und ich Ihnen eine Antwort gebe, bis Sie die gleiche Frage nur noch einmal stellen und das Ganze wiederholen. Ich gebe Ihnen immer wieder eine Antwort und belege das Ganze mit Fakten. Sie stellen dann wieder die gleiche Frage, sowohl hier im Parlament als auch im Ausschuss. Sie stellen immer wieder die gleiche Frage und ich gebe Ihnen eine Antwort. Sie stellen wieder die gleiche Frage und ich beantworte sie wieder. Sie stellen wieder die gleiche Frage und so weiter. Das ist ein bisschen wie bei "Und täglich grüßt das Murmeltier", was wir hier machen. Noch einmal als Antwort: Die ABG Frankfurt Holding baut in dem Wohngebiet, das Sie hier benannt haben, und auch in anderen Wohngebieten keine Einfamilienhäuser zum Verkauf und auch keine Eigentumswohnungen zum Verkauf. (Zurufe) Ich versuche es noch einmal zu erklären. Dieses Areal wird von der ABG Frankfurt Holding und von Ten Brinke entwickelt. Ten Brinke ... Wenn Sie mir zuhören würden ... Soll ich es jetzt beantworten oder nicht? Soll ich es beantworten? (Zurufe) Ja, also das Gebiet wird gemeinsam von der ABG und von Ten Brinke entwickelt. Ten Brinke baut Einfamilienhäuser und verkauft diese Einfamilienhäuser. Die ABG baut Mehrfamilienhäuser. Teilweise baut auch Ten Brinke für die ABG die Mehrfamilienhäuser. Die ABG kauft diese Mehrfamilienhäuser ab und wird die Mietwohnungen behalten, Ten Brinke wird die Eigentumswohnungen und Reihenhäuser verkaufen. Das sind aber nicht Häuser der ABG. Das sind Grundstücke, die Ten Brinke gekauft hat und die Ten Brinke auch gehört haben. Die gehören nicht der ABG.
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