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Ende letzten Jahres hieß es als Antwort auf die Frage, wann Frauen und Mädchen das digitale Angebot des FrauenNachttaxis

Vorlagentyp: F

Frage an den Magistrat

Frankfurt verliert immer weiter an Attraktivität als Einkaufsstadt, auch für Besucher von außerhalb. Eine Analyse des Kölner Handelsinstituts IFH, bei der erstmals auch Bewohner in Umlandgemeinden zu ihrem Einkaufsverhalten befragt wurden, zeigt, dass inzwischen gut jeder Fünfte die Frankfurter Innenstadt seltener besucht. Als Gründe dafür werden unter anderen hohe Parkgebühren, ein hohes Verkehrsaufkommen sowie der Mangel an Sicherheit und Sauberkeit angeführt. Wirtschaftsdezernentin Stefanie Wüst, FDP, stellte unlängst vor Branchenvertretern des Handels fest: "Wir müssen endlich ins Handeln kommen." Ich frage den Magistrat: Wann werden diesen Worten Taten folgen, und welches sind die ersten Maßnahmen, die konkret umgesetzt werden sollen?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat ist sich der in der Analyse benannten Kritikpunkte und Herausforderungen hinsichtlich der Attraktivität und auch der Handlungsbedarfe der Innenstadt bewusst. Die Ergebnisse der Untersuchung sowie die Rückmeldungen aus dem Umland fließen unmittelbar in die strategischen und operativen Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadtentwicklung ein. Dabei werden verschiedene Handlungsfelder adressiert, um die Lebensqualität, Sicherheit, Sauberkeit und Attraktivität des Stadtzentrums nachhaltig zu verbessern.

  1. Verbesserung der Erreichbarkeit und Mobilitätsinfrastruktur Laut Studie kommen knapp die Hälfte der Besucher aus dem Umland mit dem PKW oder Motorrad, etwas mehr als die Hälfte mit dem ÖPNV. Zur Verbesserung der Anreise mit dem Pkw wurde das veraltete Parkleitsystem durch einen neuen Parkdaten-Server ersetzt. In Q4 dieses Jahrs wird dieser über das städtische Portal mainziel.de und durch offene Schnittstellen an die Navigationsdienstleister über die freien Kapazitäten der Parkhäuser informieren und ein entsprechendes Routing ermöglichen. Die Parkgebühren in den städtischen Parkhäusern sind seit über zehn Jahren nicht erhöht worden und damit im Vergleich mit anderen Großstädten sehr günstig. Zudem werden bestehende Park-and-Ride-Angebote analysiert und ausgebaut, um eine schnelle, möglichst komfortable Anreise zu ermöglichen. Darüber hinaus verfügt Frankfurt über eine gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz. Insbesondere die Innenstadt ist mit Bus und Bahn zentral erreichbar. Zudem gilt Frankfurt als "Stadt der kurzen Wege" - die zentrale Lage und kompakte Struktur ermöglichen es, viele Ziele in der Innenstadt bequem zu Fuß zu erreichen. Das bundesweit anerkannte System repräsentativer Verkehrserhebungen, SrV, belegt die hohe Mobilität der Bevölkerung: Im Jahr 2023 legten die Frankfurterinnen und Frankfurter täglich rund 2,7 Millionen Wege zurück - ein deutlicher Anstieg gegenüber 1,8 Millionen Wegen im Jahr
  2. Noch nie waren so viele Menschen in Frankfurt unterwegs wie heute. Auch die Fußgängerfrequenzmessungen in der Innenstadt spiegeln diesen Trend wider. Dass sich dieser Zuwachs an Passantinnen und Passanten jedoch nicht in entsprechend höheren Umsätzen niederschlägt, ist vor allem auf das veränderte Konsumverhalten zurückzuführen.
  3. Erhöhung von Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum In enger Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium wurde eine Sicherheitsoffensive gestartet, die die Präsenz uniformierter und ziviler Einsatzkräfte verstärkt. Im Jahr 2025 werden zusätzliche Schwerpunkte im Bereich Prävention und kommunale Ordnungspolitik gesetzt. Die Polizei führt regelmäßig Kontrollen durch, insbesondere gegen wildes Entsorgen und Vermüllung, die konsequent geahndet werden. Die Innenstadtwache der Stadtpolizei ist montags bis samstags im Zweischichtbetrieb in der Hauptwache stationiert und bildet den Ausgangspunkt für Fußstreifen im gesamten Bereich. Außerdem führt die Stadtpolizei auch in den Nachtstunden - im Rahmen einer Dauerüberwachung - Bestreifungen durch. Die ganztägig hohe Präsenz von uniformierten Kräften in der Innenstadt trägt sicherlich positiv zum subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger bei. Auch verfolgt der Magistrat weiter das Ziel der "Wache an der Wache", um einen gut sichtbaren und konkreten Anlaufpunkt in der Innenstadt zu sichern. Die Reinigung wird durch die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, FES, mehrfach täglich durchgeführt, inklusive Sonderaktionen gegen Kleinabfälle und Sperrmüll. Bei der wilden Entsorgung von Abfällen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die stets entschlossen und konsequent durch die Stadtpolizei geahndet wird. Hierfür ist es allerdings erforderlich, dass die Täterin oder der Täter ermittelt werden kann. Zur weiteren Verbesserung der Sauberkeit in der Frankfurter Innenstadt wird ab August 2025 das Projekt "Stadtsauberkeit Plus" eingeführt. Ziel ist - aufbauend auf der Kampagne #cleanffm - mit konkreten, gezielten Maßnahmen die Stadt wahrnehmbar sauber zu halten. Neben einer erhöhten Anzahl und größeren Volumen von Papierkörben - inklusive spezieller Einwurföffnungen für Pizzakartons - wird der Spätdienst der Straßenreinigung um drei zusätzliche Einzelreiniger erweitert, die in zwei definierten Innenstadtbereichen täglich vom Nachmittag bis in den frühen Abend tätig sind. Unterstützt wird dieses Team vom cleanffm Express Team, das abends und an Wochenenden flexibel auf akute Verschmutzungen reagiert. Die Mitarbeitenden dienen zudem als direkte Ansprechpersonen für Anwohner und Geschäftsleute, um eine schnellere Kommunikation über Problemstellen und eine agile Einsatzplanung zu ermöglichen. Zwei vollelektrische Fahrzeuge sorgen für die notwendige Mobilität auch in engen Innenstadtbereichen. Kleinere Müllablagerungen werden direkt beseitigt, bei größerem Bedarf wird Unterstützung angefordert. Die Einsätze werden digital dokumentiert und regelmäßig durch das Umweltamt und die FES ausgewertet, um gegebenenfalls Anpassungen im Einsatzgebiet vorzunehmen. Finanziert wird das Projekt über die Straßenreinigungsgebühr.
  4. Aufwertung des Stadtbildes und Belebung des Handels Zur Steigerung der Attraktivität werden gestalterische Maßnahmen umgesetzt, wie die Erweiterung von Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die Schaffung kleiner urbaner Grünräume - zum Beispiel an der Staufenmauer, am Goetheplatz, Roßmarkt und Rathenauplatz - sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Der Magistrat arbeitet an Konzepten zur Aktivierung von Leerständen, etwa durch temporäre Nutzungen wie Pop-up-Shops oder kulturelle Angebote. Zudem werden Veranstaltungen wie das Freßgassfest, das Opernplatz-Fest, der "1. RoofTopDay" am
  5. August 2025 sowie die Kampagne "Zu Gast in Frankfurt" am
  6. November 2025 durchgeführt, um das Angebot für Besucher und Frankfurter zu stärken.
  7. Strategische Innenstadtentwicklung Der Masterplan "Erlebnis City", vom Stadtmarketing initiiert, dient als Leitfaden für die nachhaltige Entwicklung der Innenstadt. Er umfasst Quick-Wins, langfristige Maßnahmen und Schlüsselprojekte, die regelmäßig evaluiert werden. Die Innenstadtentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der alle relevanten Ämter eng zusammenarbeiten. 5. 10-Punkte-Plan zur Stärkung der Innenstadt Aktuell erstellt das Dezernat für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing einen 10-Punkte-Plan zur Stärkung der Innenstadt. Mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen wurde bereits im zweiten Quartal begonnen. Unter anderem umfasst der 10-Punkte-Plan die Weiterentwicklung eines strategischen Leerstandmanagements, welches seit Januar 2024 bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt ist. Ebenso die Umsetzung der Maßnahmen des Masterplan Erlebnis-City, die Schaffung von Angeboten für Kinder und Familien in der Innenstadt, die Umsetzung einer Innenstadtkampagne, sowie die Durchführung von Veranstaltungen bzw. Events. Dazu zählen zum Beispiel das Freßgassfest, das Opernplatz-Fest, der "1. RoofTopDay Frankfurt" am
  8. August 2025 oder die Stärkung des Handels, Gastgewerbes und Kultur durch die Veranstaltung "Zu Gast in Frankfurt" am
  9. November
  10. Alle Maßnahmen werden evaluiert und gegebenenfalls nachgeschärft, sollten die gewünschten Effekte ausbleiben.

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