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Die gerade im Bau befindliche Regionaltangente West wird eine wichtige Schienenverbindung sein, die aus dem Norden Frank

Vorlagentyp: F

Frage an den Magistrat

Mit dem Bericht B 97/24 hat der Magistrat einen Antrag auf Einrichtung eines "Männerschuppens" abschlägig beschieden. Die Idee, eine Anlaufaufstelle für ältere Männer zu schaffen, in der es um deren handwerkliche Interessen geht, sei "in Frankfurt kritisch zu sehen". Begründung: Derartige Angebote sollten sich nicht an Geschlechterstereotypen orientieren, sondern allen Menschen, unabhängig vom Geschlecht, offenstehen. Demgegenüber steht jedoch ein vom Frauendezernat herausgegebener Guide mit 300 allein an Frauen adressierten Angeboten. Ich frage den Magistrat: Wie rechtfertigt der Magistrat diese männerdiskriminierende Haltung, und warum lässt er männlichen Senioren nicht die gleiche Aufmerksamkeit zukommen wie weiblichen Personen?

Antwort des Magistrats

Die Stadt Frankfurt hält für Senior:innen vielfältige Strukturen und Angebote sowohl im Bereich Soziales als auch Gesundheit vor. Diese sind ausgerichtet auf unterschiedliche Lebenslagen, in denen wir lebensältere Menschen unterstützen - zum Beispiel Armut, gesundheitliche Einschränkungen, Verwitwung -, die unabhängig vom Geschlecht zu sozialer Isolation führen können. Darin finden sich auch geschlechterspezifische Angebote. Männer mit handwerklichem Interesse finden in den Repair Cafés entsprechende Betätigungsfelder sowie im breitgefächerten Angebot der Altenhilfe Möglichkeiten, individuelle Interessen wahrzunehmen. Seit über 20 Jahren hat sich das Angebot der Aidshilfe für einen Treff für homosexuelle ältere Männer im Café Karussell etabliert. In der Vergangenheit wurden verschiedene männerspezifische Angebote entwickelt. Im Rahmen der Aktionswochen Älterwerden 2023 hatte das Gesundheitsamt bereits einen Männerschuppen angeboten. Dieser fand keine Nachfrage. Auch ein "Männerfrühstück" der Beratungsstelle für ältere Menschen mit Migrationshintergrund HIWA! analog zum "Frauenfrühstück" wurde aufgrund der schwachen Nachfrage wieder eingestellt. Dennoch wird die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Angebote sowohl für Frauen, als auch für Männer gesehen. Vor diesem Hintergrund ist eine regelmäßige Erhebung der spezifischen Bedarfe älterer Männer sinnvoll und notwendig. Auf dieser Grundlage werden dann geschlechtsspezifische Angebote entwickelt. Ziel ist es, mögliche geschlechtsspezifische Ungleichheiten abzubauen und eine gerechte Versorgung für alle Senior:innen sicherzustellen. Darüber hinaus werden die bestehenden Angebote angepasst und evaluiert, um eine bedarfsgerechte Unterstützung und Teilhabe für alle Menschen jeden Geschlechts zu gewährleisten.

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