Durch das der Stadt vom Land Hessen vorgeschlagene Ausführungsmodell zur Grundsteuererhebung wurden viele Frankfurter:in
Frage an den Magistrat
Die Einzelhandelslandschaft Frankfurts unterliegt einem tiefgreifenden Wandel. Es gibt weiterhin einen hohen Leerstand von Gewerbeflächen und gleichzeitig Unternehmen, die sich beklagen, sie könnten keine neuen Flächen zu akzeptablen Bedingungen finden. Auf die Frage Nr. 1187 antwortete der Magistrat 2022, die Wirtschaftsförderung Frankfurt hätte 2015 einen so genannten virtuellen "Immobilien-Datenraum" eingerichtet. Bei dieser digitalen Plattform geht es um effizientes Matching von Immobilienangeboten und Immobiliengesuchen. Ich frage den Magistrat: Wie viele Matchings konnten seit 2015 herbeigeführt werden und mündeten in einem erfolgreichen Mietvertrag?
Antwort des Magistrats
Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger: Liebe Sylvia Kunze, sehr geehrte Stadtverordnetenvorsteherin, liebe Stadtverordnete! Wie eben angekündigt, beantworte ich die Frage in Vertretung wie folgt: Seit 2016 nutzt die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH den Immobilien-Datenraum zur Bearbeitung von Immobilienanfragen. Ursprünglich war es zunächst das Ziel, alle Segmente des gewerblichen Immobilienmarktes in Frankfurt am Main abzubilden. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass der Immobilien-Datenraum insbesondere bei der Vermittlung von Büroflächen sehr effektiv ist, da der Frankfurter Büromarkt durch eine hohe Transparenz und die starke Rolle der Maklerunternehmen geprägt ist. Diese ermöglichen eine automatisierte Übertragung der Objektdaten von Maklerseite. Für Einzelhandels- und Gastronomieflächen wird weiterhin eine separate Datenbank genutzt, die in enger Zusammenarbeit mit den Immobilieneigentümern gepflegt wird. Seit 2017 erfasst die Wirtschaftsförderung alle Immobilienanfragen und konnte in den vergangenen Jahren rund 250 Unternehmensfälle in den Flächenkategorien Einzelhandel und Gastronomie bearbeiten. In knapp 180 Fällen konnten erfolgreich passende Flächenangebote unterbreitet werden. In weiteren 15 Fällen konnte eine erfolgreiche Vermittlung erzielt werden. Ab dem
- Januar 2024 wurde das Aufgabenfeld des "Strategischen Leerstandsmanagements" innerhalb der Wirtschaftsförderung eingeführt, um die Prozesse weiterhin zu optimieren. Seit Sommer 2024 wird außerdem eine zur Flächenvermittlung von Einzelhandels- und Gastronomieflächen optimierte Software genutzt. Diese sogenannte digitale Plattform zum Leerstands- und Ansiedlungsmanagement, kurz LeAn, wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Handelsforschung Köln und weiteren Partnern im Rahmen des Projektes "Stadtlabor für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung" entwickelt. Ziel dieser Plattform ist es, ein proaktives Ansiedlungsmanagement in den innerstädtischen Einkaufslagen zu ermöglichen. Bereits seit der Einführung dieser Software in Frankfurt am Main konnten zwölf erfolgreiche Kontaktvermittlungen zwischen Flächensuchenden und Immobilienanbietern erfolgen. Leer stehende Ladenlokale sowie entsprechende Flächengesuche können der Wirtschaftsförderung darüber hinaus jederzeit unter der E-Mail-Adresse leerstandsmanagement@frankfurt-business.net gemeldet werden.
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