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Der Seniorenbeirat betont in seinem jüngsten Positionspapier die Notwendigkeit einer kommunalen Digitalinitiative für Se

Vorlagentyp: F

Frage an den Magistrat

Der Seniorenbeirat betont in seinem jüngsten Positionspapier die Notwendigkeit einer kommunalen Digitalinitiative für Senior:innen. Neben einem Anrecht auf ein analoges Leben muss es in einer sich immer stärker digitalisierenden Gesellschaft möglich sein, auf Angebote zurückzugreifen, um den Anschluss an technologische Neuerungen auch im Alter nicht zu verlieren. Kompetenz im digitalen Raum bedeutet heutzutage mehr denn je auch eine Wahrung der individuellen Autonomie und gesellschaftlichen Teilhabe. Ich frage den Magistrat: Welche zusätzlichen Maßnahmen plant der Magistrat zur Stärkung der digitalen Kompetenzen der Frankfurter Senior:innen?

Antwort des Magistrats

Die Digitalisierung wirkt sich auf alle Lebensbereiche in unserem Alltag aus. Auch für ältere Menschen ist es wichtig, über einen selbstverständlichen Umgang mit digitaler Technik zu verfügen und diesen zu pflegen. Um dies zu gewährleisten, erachtet der Magistrat folgende Punkte als besonders wichtig: - Die Ausstattung einkommensschwacher Personen/Haushalte mit Hardware und WLAN bei gleichzeitiger Begleitung, um digitale Kompetenzen nachhaltig aufbauen zu können, "DigitalPakt Alter" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. - Die Schulung von Multiplikator:innen, zum Beispiel Ehrenbeamte der Stadt, Hauptamtliche in der offenen Altenarbeit, für zielgruppenspezifische Angebote. Hierbei ist eine Fokussierung auf Senior:innen mit Migrationshintergrund besonders wichtig. - Die Validierung und Weiterentwicklung stadtteilspezifischer Bildungsangebote rund um digitale Kompetenzen und Zugang zu digitaler Infrastruktur. Die Stadt Frankfurt am Main hat bereits sehr frühzeitig Angebote zur Aneignung digitaler Kompetenzen für Senior:innen auf- und laufend ausgebaut. Folgende Strukturen bestehen aktuell: - Aktiv im Alter,(VHS: Die VHS Frankfurt am Main bietet im Bereich "Aktiv im Alter" zahlreiche - kostenpflichtige - Kurse zu den Themen Computer, Internet, Digitale Fotografie und Mobiltelefon an. Wünsche und Anregungen zu neuen Kursthemen sind willkommen. Für Personen, die Sozialhilfeleistungen empfangen, gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Kursgebühren. - Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. - Die Internetcafés und Surftreffs für Senior:innen ab 50 Jahren wollen einen einfachen Einstieg in die digitale Welt mittels Vorträgen, Kursen und Einzelangeboten ermöglichen. Zusätzlich können im Rahmen des Projektes "Digitales Fenster zur Welt" internetfähige Tablets zum Erlernen des Umgangs mit einem digitalen Endgerät ausgeliehen werden. Vier Standorte: -- Café Anschluss, Dornbusch -- Café Mouseclick, Höchst -- Surftreff @uguste, Rödelheim -- Internetcafé Kontakt, Eckenheim -- GFFB gemeinnützige GmbH, Gallus - Digitaler Senior:innennachmittag. Der digitale Senior:innennachmittag der GFFB bietet die Möglichkeit, das eigene digitale Wissen und Können einzusetzen und zu erweitern. Zudem wird vor Ort praktische Unterstützung mit der Technik geleistet. - Günter-Feldmann-Zentrum e. V. - Sozialpädagogische Beratung und interkulturelle Begegnung (Ostend). - infrau e. V. - Interkulturelles Beratungs- und Bildungszentrum für Frauen, Mädchen und Seniorinnen (Bornheim), Basic-Kurse auf Anfrage. - Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main - Seniorenclub Scholem Alechem, Westend-Süd - Mehrgenerationenhaus Billabong - Familienzentrum Riedberg e. V. - Der Computertreff im Mehrgenerationenhaus richtet sich an Senior:innen, die Unterstützung beim Umgang mit dem PC, Laptop und Smartphone benötigen. - Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum Ostend - Beim Treff "Café Computerkram" werden Orientierungshilfen und persönliche Unterstützung rund um die Themen Computer und die digitale Welt angeboten. Das Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum Ostend wird durch den Digitalpakt Alter - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - gefördert und kann Tablets an Senior:innen ausleihen. - Parea gGmbH: Paulinum an der Friedberger Warte - Zentrum für aktives Miteinander - PC-, Handy- und Tablet-Schulungen. Mit der Frankfurter Plattform 55+ Frankfurter Plattform 55+ - Bildung, Beratung und Hilfe für Personen 55+ in Frankfurt am Main, frankfurter-plattform-55plus.de, wurde auf Initiative des Seniorenbeirats das Potenzial der Digitalisierung genutzt, um einen laufend aktuellen Überblick über die Angebote in der Stadt zusammenzuführen. Auch dies ist ein Beitrag zur Erweiterung digitaler Kompetenzen. Darüber hinaus werden auch im Rahmen weiterer Angebote für diese Zielgruppe, zum Beispiel bei den etablierten Aktionswochen Älterwerden, den Beratungsangeboten und Sonderveranstaltungen im Rathaus für Senior:innen, Angebote für digitale Bildung ausgerichtet beziehungsweise es erfolgt eine gezielte Kommunikation. Letztere halten wir für sehr wichtig, um eine Kenntnis über vielfältige Angebote im gesamten Stadtgebiet in die Breite zu tragen. Ein wichtiges analoges Medium ist hierbei die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für älterwerdende Menschen, jetzt "Stadt Frankfurt im Blick". Konkrete Vorschläge oder Konzepte aus dem Netzwerk der Träger und Akteure zur Weiterentwicklung unserer Angebote werden laufend Umsetzbarkeit überprüft. Seit Juni 2024 besteht zudem eine auf drei Jahre ausgelegte Kooperation zwischen dem Jugend- und Sozialamt und der Frankfurter University of Applied Sciences, Forschungszentrum FUTURE AGING. Das Ziel der Kooperation ist die Stärkung digitaler Kompetenz im Alter. Im Fokus stehen dabei: - die stadtteilspezifische Analyse von Hürden und Bedarfen; - die Entwicklung von stadtteilspezifischen Angeboten mit langfristiger Wirkung - sowie die Fokussierung auf benachteiligte ältere Menschen. In der ersten Phase werden stadtteilorientiert die Zugangshürden zur Nutzung digitaler Geräte sowie zum Erlernen und Weiterentwicklung digitaler Kenntnisse für ältere Menschen erfasst und analysiert. Dieser Analyse folgt in einem zweiten Schritt der Aufbau eines Netzwerks von relevanten Akteuren, um langfristig und zielgruppengerecht digitale Kompetenzen im jeweiligen Stadtteil bedarfsorientiert auszubauen. Insbesondere steht die Befähigung benachteiligter älterer Menschen im Fokus, die von dem Einsatz digitaler Lösungen in den für sie wichtigen Lebensbereichen einen großen Mehrwert haben.

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