Der Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt weist derzeit auf mögliche Lücken digitaler Zugänge und Kompetenzen von Senior*in
Frage an den Magistrat
Der Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt weist derzeit auf mögliche Lücken digitaler Zugänge und Kompetenzen von Senior*innen hin und zitiert dabei eine Studie der BAGSO, 2022, in der erstmals aufgezeigt wird, welche subjektiven Ausgrenzungserfahrungen Senior*innen ohne Internetzugang in Deutschland haben. Dabei sind nahezu alle Lebensbereiche betroffen. Es werden mehr niedrigschwellige und altersgerechte Schulungen und Beratungsmöglichkeiten gefordert sowie selbstorganisierte Peergruppen. Zudem müssen diese dementsprechend finanziert werden. Ich frage den Magistrat: Wie bewertet der Magistrat die Situation der Möglichkeiten/Angebotsvielfalt zur Aneignung digitaler Kompetenzen für Senior*innen, und wo könnten Angebote ausgebaut werden?
Antwort des Magistrats
Die Stadt Frankfurt am Main hat bereits sehr frühzeitig Angebote zur Aneignung digitaler Kompetenzen für Senior:innen auf- und laufend ausgebaut. Folgende Strukturen bestehen aktuell: - Aktiv im Alter, VHS: Die VHS Frankfurt am Main bietet im Bereich "Aktiv im Alter" zahlreiche - kostenpflichtige - Kurse zu den Themen Computer, Internet, Digitale Fotografie und Mobiltelefon an. Wünsche und Anregungen zu neuen Kursthemen sind willkommen. Für Personen, die Sozialhilfeleistungen empfangen, gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Kursgebühren. - Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. - Die Internetcafés und Surftreffs für Senior:innen ab 50 Jahren wollen einen einfachen Einstieg in die digitale Welt mittels Vorträgen, Kursen und Einzelangeboten ermöglichen. Zusätzlich können im Rahmen des Projektes "Digitales Fenster zur Welt" internetfähige Tablets zum Erlernen des Umgangs mit einem digitalen Endgerät ausgeliehen werden. Vier Standorte: -- Café Anschluss, Dornbusch -- Café Mouseclick, Höchst -- Surftreff @uguste, Rödelheim -- Internetcafé Kontakt, Eckenheim - GFFB gemeinnützige GmbH, Gallus - Digitaler Senior:innennachmittag. Der digitale Senior:innennachmittag der GFFB bietet die Möglichkeit, das eigene digitale Wissen und Können einzusetzen und zu erweitern. Zudem wird vor Ort praktische Unterstützung mit der Technik geleistet. - Günter-Feldmann-Zentrum e. V. - Sozialpädagogische Beratung und interkulturelle Begegnung, Ostend. - infrau e. V. - Interkulturelles Beratungs- und Bildungszentrum für Frauen, Mädchen und Seniorinnen, Bornheim, Basic-Kurse auf Anfrage. - Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main - Seniorenclub Scholem Alechem, Westend-Süd - Mehrgenerationenhaus Billabong - Familienzentrum Riedberg e. V. - Der Computertreff im Mehrgenerationenhaus richtet sich an Senior:innen, die Unterstützung beim Umgang mit dem PC, Laptop und Smartphone benötigen. - Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum Ostend - Beim Treff "Café Computerkram" werden Orientierungshilfen und persönliche Unterstützung rund um die Themen Computer und die digitale Welt angeboten. Das Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum Ostend wird durch den Digitalpakt Alter - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - gefördert und kann Tablets an Senior:innen ausleihen. - Parea gGmbH: Paulinum an der Friedberger Warte - Zentrum für aktives Miteinander - PC-, Handy- und Tablet-Schulungen Mit der Frankfurter Plattform 55+ Frankfurter Plattform 55+ - Bildung, Beratung und Hilfe für Personen 55+ in Frankfurt am Main, frankfurter-plattform-55plus.de, wurde auf Initiative des Seniorenbeirats das Potenzial der Digitalisierung genutzt, um einen laufend aktuellen Überblick über die Angebote in der Stadt zusammenzuführen. Auch dies ist ein Beitrag zur Erweiterung digitaler Kompetenzen. Darüber hinaus werden auch im Rahmen weiterer Angebote für diese Zielgruppe, zum Beispiel bei den etablierten Aktionswochen Älterwerden, den Beratungsangeboten und Sonderveranstaltungen im Rathaus für Senior:innen, Angebote für digitale Bildung ausgerichtet beziehungsweise es erfolgt eine gezielte Kommunikation. Letztere halten wir für sehr wichtig, um eine Kenntnis über vielfältige Angebote im gesamten Stadtgebiet in die Breite zu tragen. Ein wichtiges analoges Medium ist hierbei die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für älterwerdende Menschen, jetzt "Stadt Frankfurt im Blick". Konkrete Vorschläge oder Konzepte aus dem Netzwerk der Träger und Akteure zur Weiterentwicklung unserer Angebote werden laufend Umsetzbarkeit überprüft.
Reden im Parlament
Reden werden geladen...
Fehler beim Laden der Reden
Keine Reden zu dieser Vorlage gefunden