Positive Perspektiven für die Bürger "Im Mainfeld"
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Bericht des Magistrats vom 04.02.2011, B 94
Betreff: Positive Perspektiven für die Bürger "Im Mainfeld" Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 11.11.2010, § 9035 - OA 1177/10 OBR 5 - Zwischenbescheide des Magistrats vom 14.11.2011, 15.02.2012, 13.08.2012 und 16.11.2012 Zwischenbericht: Zu 1: Bei dem Städtebaulichen Wettbewerb "Niederrad am Main" wurden zwei in ihrer städtebaulichen Zielsetzung konträre Konzepte als preiswürdige und somit zur Weiterbearbeitung empfohlene Vorschläge ausgewählt. Diese beiden zweiten Preise spiegeln auch zwei unterschiedliche Strategien im Umgang mit den Wohnhochhäusern wieder: dem Erhalt bei gleichzeitiger Qualifizierung der Wohnhochhäuser steht ein Konzept gegenüber, das einen abweichenden, grundlegend neuen städtebaulichen Ansatz vorschlägt. Das Wettbewerbsergebnis lieferte somit keine abschließende Antwort auf die Frage der Entwicklungsperspektive und einer möglichen neuen Identität für die nördliche Ortslage von Niederrad. Der Magistrat entwickelt daher aus der Gesamtheit der in dem städtebaulichen Wettbewerb vorgeschlagenen Konzepten und Zielen einen zukunftsweisenden Rahmenplan. Dabei sind die zunächst widersprüchlich erscheinenden Konzepte zu analysieren und auf deren Umsetzbarkeit wie auch Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Abschließende konzeptionelle wie zeitliche Aussagen zu Veränderung im Siedlungsbestand Mainfeld sind daher derzeit noch nicht möglich. Die angedachten Veränderungen sind aber in jedem Fall hoch komplex. Selbst wenn nur in Teilbereichen in den Bestand der Mainfeld-Siedlung verändernd eingegriffen werden sollte, wird es sich um Stadterneuerungsmaßnahmen handeln, für die ein Zeitraum von ca. zehn Jahren als realistisch angesehen werden muss. Zu 2: Wie bei Stadterneuerungsmaßnahmen üblich, würde eine Mieterumsetzung möglichst behutsam durch den Eigentümer erfolgen. Zunächst würden Neubauten innerhalb des Areals errichtet, in die dann die Mieterinnen und Mieter aus den Altgebäuden umziehen könnten. Damit ist sicherzustellen, dass keine Mieterinnnen/Mieter aus einem angestammten Umfeld wegziehen müssen. Die prämierten Entwürfe aus dem Städtebaulichen Wettbewerb zeigen für einen solchen Weg mehr als ausreichend Zuwachsflächen für neue Wohngebäude und somit Ausweichquartiere im nördlichen Niederrad auf. Darüber hinaus kann dadurch gewährleistet werden, dass nicht nur mehr Wohnraum im Hinblick auf eine sozialverträgliche Mischung realisiert werden könnte, sondern auch und insbesondere wieder in der gleichen Anzahl im Mainfeld errichtet werden könnten, wie diese bislang vorhanden sind. Auch damit könnte sichergestellt werden, dass Mieterinnen und Mieter von geförderten Wohnungen auch nach Veränderung der Siedlung in bezahlbarem Wohnraum leben könnten. Zu 3: Selbstverständlich sollen weiterhin seniorengerechte Wohnungen im Mainfeld bestehen bleiben und möglichst zusätzliche entstehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der heutigen Altenwohnanlage werden innerhalb des Quartiers oder in neuen Wohnzuwachsflächen barrierefreien Wohnraum finden, so dass niemand sein angestammtes Quartier verlassen müsste. Zu 4: In der Mainfeld-Siedlung gibt es seit 2008 den neu gebauten Jugendtreff Mainfeld. Ein weiterer Jugendtreff oder ein Ersatz für die bestehende Einrichtung wird nicht benötigt.