Ein jährlicher Bericht an die Stadtverordnetenversammlung zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
Vorlagentyp: B
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 24.06.2002, B 677
Betreff: Ein jährlicher Bericht an die Stadtverordnetenversammlung zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 22.02.1996, § 5717 - NR 601 SPD, NR 702 GRÜNE, l. B 584/01 - Der jährliche Bericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung zur "Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik" für das Jahr 2001 ist eine Fortschreibung des Berichts von 2000 (B 584 vom 30.07.2001 - Broschüre "Frankfurter Netzwerk") zum Stichtag 31.12.2001.
- Situation des Frankfurter Arbeitsmarktes Wie aus den unten dargestellten Jahresvergleichszahlen deutlich wird, gibt es nach anfänglich positiver Entwicklung bis zum Herbst des Jahres 2001, vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung erstmals wieder steigende Arbeitslosenzahlen, auch wenn diese in Frankfurt und Hessen nicht so stark wie im übrigen Bundesgebiet ausfallen. So waren im Vergleich zum Vorjahresmonat im Dezember 2001 im Arbeitsamts-bezirk 1.090 und im Stadtgebiet Frankfurt zwar 798 Menschen mehr arbeits- los, gegenüber Dezember 1997 aber 9.288 weniger. Arbeitslosenzahlen im Jahresvergleich Dezember 1997 bis 2001 Im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt/Main Stadt Ffm. gesamt Langzeitarbeitslose unter 25 Jahre 20 Jahre Dez 97 51996 17728 4746 1118 31621 Dez 98 47873 17475 4014 944 29220 Rückgang 1998 4123 253 732 174 2401 Dez 98 47873 17475 4014 944 29220 Dez 99 42699 16347 3319 817 25841 Rückgang 1999 5174 1128 695 127 3379 Dez 99 42699 16347 3319 817 25841 Dez 00 35677 13510 2710 685 21535 Rückgang 2000 7022 2837 609 132 4306 Dez 00 35677 13510 2710 685 21535 Dez 01 36767 10198 3526 737 22333 Zunahme 2001 1090 816 52 798 Rückgang 2001 3312 Die Zahl der arbeitslosen Ausländer nahm zu und liegt im Dezember 2001 bei 33,1 % (im Vergleich zu 32,1 % im Vorjahresmonat). Statistisch positiver hat sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen entwickelt, die um 3.312 Personen im Arbeitsamtsbezirk zurückging. 868 arbeitslos gemeldete Jugendliche mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres weisen darauf hin, dass die im Herbst des Jahres begonnenen Bemühungen zur Integration arbeitsloser Jugendlicher in Kooperation zwischen Arbeitsamt und Jugend- und Sozialamt fortgesetzt werden müssen. Der positive Trend aus dem Vorjahr 1999/2000 hielt auch bis zum Juni 2001 an. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Arbeitsamtsbezirk stieg von 711.668 im Juni 2000 auf 732.458 im Juni
- Dies entspricht einem jährlichen Zuwachs von 20.790 Beschäftigten [1] Die Fortschreibung der Entwicklung der Leistungsbezieher/-innen von Arbeitslosen-geld und Arbeitslosenhilfe im Arbeitsamtsbezirk weist insgesamt einen leichten Rückgang auf, der Anteil der Bezieher von Arbeitslosenhilfe ist jedoch mit 40 % fast unverändert. Entwicklung der Leistungsbezieher von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe von 1990 bis 2001 im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt am Main (Jahresdurchschnittszahlen) Leistungs-bezieher 1990 % 1997 % 1998 % 1999 % 2000 % 2001 % Alg 11.418 65 22.918 63 21.703 59 19.196 57 16.321 57 16.501 60 Alhi 6.183 35 13.498 37 15.017 41 14.382 43 12.410 43 11.206 40 Summe 17.601 100 36.416 100 36.720 100 33.578 100 28.731 100 27.707 100 Insgesamt wird deutlich, dass die Arbeitsmarktrisiken für Ausländer oder Jugendliche hoch sind und sich negative konjunkturelle Entwicklungen bei ihnen sofort niederschlagen. Die bessere Integration dieser beiden Gruppen wird deshalb weiterhin Ziel der Bemühungen der kommunalen Beschäftigungsförderung bleiben.
- Beschäftigungsinitiativen 2001 Auch im Berichtsjahr 2001 wurden die Beschäftigungsinitiativen weiter fortgeführt. Im Qualifizierungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungsbereich konnten insgesamt 585 Plätze angeboten werden. Im folgenden werden die einzelnen Maßnahmen beschrieben: ABM-Stadtprogramm Im Rahmen der im Februar 2001 abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung mit dem Arbeitsamt Frankfurt wurde festgelegt, dass alle gemeinsamen Projekte außerhalb der Regelförderung beider Ämter zu gleichen Teilen finanziert werden. Für das ABM-Stadtprogramm bedeutete das seit Juni 2001 eine Erhöhung des städtischen Anteils auf 50 % des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes bei gleichbleibender insgesamt zur Verfügung stehender städtischer Fördersumme. Die Gesamtzahl der geförderten Maßnahmen ging dadurch zurück. Sie betrug im Jahr 2001 146 Projekte, die mit 227 Personen besetzt wurden. Im Jahresvergleich der Jahre 2001 / 2000 ergibt sich folgendes Bild: