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Frankfurter Ateliertage 2.0 initiieren

Vorlagentyp: B

Bericht

Der überwiegende Teil der in Frankfurt am Main arbeitenden Künstler und Künstlerinnen und Kreativen hat ein Atelier in einem der großen Atelierhäuser (Atelierfrankfurt und basis e.v.) oder in einer Ateliergemeinschaft (wie z.B. Milchsackfabrik, Westateliers, Heddernheimer Höfe, Teefabrik). Nach den letzten Frankfurter Ateliertagen 2017 fand eine Umfrage unter den teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen sowie Besucher und Besucherinnen statt, die zeigte, dass eine Fortsetzung der Veranstaltung nur in kleinerem Maßstab, konzentriert auf die großen Häuser und die Ateliergemeinschaften und auf Basis der Freiwilligkeit sinnvoll sein würde. Die zentrale Gesamtveranstaltung "Frankfurter Ateliertage" wurde darum erfolgreich durch einzelne zielgruppenspezifische Veranstaltungen abgelöst, die die Kreativen in Eigenregie durchführen. Basis e.V., Atelierfrankfurt und die einzelnen, über ganz Frankfurt verteilten Ateliergemeinschaften öffnen ihre Häuser und Arbeitsräume für das Publikum - zugeschnitten auf ihr individuelles Profil und den individuellen Charakter der unterschiedlichen Standorte. Nicht nur das Publikum hat so die Möglichkeit, über das ganze Jahr hinweg Kunstschaffende in ihren Ateliers zu besuchen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen - auch die Künstler und Künstlerinnen selbst nehmen die Gelegenheit für einen Austausch unter Kolleg*innen dankbar an. Die großen Häuser haben sich daher auch bewusst entschlossen, ihre Ateliers nicht gleichzeitig zu öffnen. Das Atelierfrankfurt veranstaltet traditionell im November seine open studios, die basis öffnet seine Räume im Sommer. Beide Häuser pflegen eigene Webseiten auf denen sie ihre Mieter und Mieterinnen vorstellen. Übergreifende Webseiten und Kataloge, die alle in Frankfurt ansässigen Künstler und Künstlerinnen vorstellen, erscheinen vor dem Hintergrund hoher koordinativer Aufwände und entstehender Kosten weder sinnvoll noch nachhaltig. Zum einen ist die Szene sehr dynamisch, denn es kommt regelmäßig zu Mieterwechseln in den Ateliers. Zum anderen hat die Erfahrung gezeigt, dass Printmedien dieser Art eine sehr geringe Halbwertszeit haben. Als beste Vermittlungsformate werden niedrigschwellige Angebote, wie Ateliergespräche mit Kunstschaffenden und Führungen, die von Experten und Expertinnen geleitet werden, angesehen. Auch der jährlich stattfindende Saisonstart der Galerien im Zuge der Art Experience bietet Kunstinteressierten, zusätzlich zum Galeriebesuch, die Möglichkeit Künstler- und Künstlerinnenateliers zu besuchen. Nicht nur offene Ateliers sind ein Anlass, um die Öffentlichkeit unmittelbar an der Arbeit von Künstler und Künstlerinnen teilhaben zu lassen. Jährlich im März findet bundesweit der Tag der Druckkunst statt. Mit unterschiedlichsten Veranstaltungen präsentieren und vermitteln Künstler und Künstlerinnen auch in Frankfurt in ihren Druckwerkstätten künstlerische Drucktechniken und Druckkunst - anhand von Ausstellungen, offenen Werkstätten, Workshops, Podiumsdiskussionen o. ä. Ziel ist es zu zeigen, wie lebendig dieses UNESCO Kulturerbe ist. Für die regen Aktivitäten der Akteure und Akteurinnen im Kontext der Ateliers werden nachfolgend beispielhaft die Veranstaltungen im November und Dezember 2025 dargestellt. Am

  1. und
  2. November 2025 öffneten sich die Türen zu den Ateliers der Heddernheimer Höfe. Geboten wurden Einblicke in die unterschiedlichsten Entstehungsprozesse von Kunst, die Präsentation vollendeter Werke und Begegnungen mit den Kunstschaffenden. Zusätzliches Highlight am Samstag: Führung mit Petra Schwerdtner. Auf diesem Streifzug war aus erster Hand zu erleben, wie Kunst entsteht, Kunst neu gesehen und verstanden werden kann. Die open studios von Atelierfrankfurt, mit 220 Künstler und Künstlerinnen auf sechs Stockwerken auf über 11.000 qm, fanden vom 21. bis
  3. November 2025 statt. Es wurden 3.000 Besucher und Besucherinnen gezählt. Am
  4. November 2025 wurde in der Ostparkstrasse zum Atelierfest eingeladen. Ab 16:00 Uhr standen die Ateliers für alle Kunstinteressierten offen. Am 29. und
  5. November 2025 lud der designparcours Höchst ein: Höchst wurde zum Ziel für all jene, die gerne innovative Unikate von Kreativen an ungewöhnlichen Orten entdecken, erleben und erwerben möchten. Am Samstag 6. und Sonntag
  6. Dezember 2025 wurde jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr in die Hellerhofsiedlung eingeladen. Die WestAteliers sind neun Ateliers in der denkmalgeschützten Hellerhofsiedlung im Frankfurter Gallusviertel. Abschließend bleibt folgendes festzuhalten: Als Ergebnis und auf Basis der Einschätzung des Fachamtes, Kulturamt Frankfurt am Main, wird von einer Neuauflage der Frankfurter Ateliertage abgeraten. Die Kosten für die Konzeption und Durchführung sowie jährliche Katalogerstellung und Websiteaktualisierung werden als unverhältnismäßig eingeschätzt. Plattformen zum Austausch der Kunstschaffenden untereinander und mit interessiertem Publikum, wie sie die Atelierhäuser und Ateliergemeinschaften in Form von offenen Ateliertagen regelmäßig anbieten, werden hingegen begrüßt und unterstützt.

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