Entwicklung der Pflegesituation in der Stadt Frankfurt
Fragen an den Magistrat
Kürzlich wurde der erste Hessische Pflegebericht veröffentlicht. Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe Universität in Frankfurt hat im Auftrag des Hessisches Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) eine Bestandsaufnahme für den Bereich der Pflege vorgenommen. Die Ergebnisse verschaffen erstmals einen detaillierten Überblick über die in Hessen vorhandenen Betreuungs- und Entlastungsangebote. Im Hessischen Pflegebericht wird der Anteil der zuhause lebenden Pflegebedürftigen an allen Pflegebedürftigen in Frankfurt am Main mit 84,5 Prozent angegeben, für ganz Hessen liegt dieser bei 81,1 Prozent. Der Pflegebericht prognostiziert vom Jahr 2019 ausgehend bis zum Jahr 2030 für ganz Hessen eine Zunahme von pflegebedürftigen Personen um 11,7 Prozent, für die Stadt Frankfurt wird bis zum Jahr 2030 mit einer Zunahme der Pflegebedürftigen von 18,4 Prozent gerechnet. Da der weitaus größte Teil der Pflegebedürftigen zuhause versorgt wird, trifft der zunehmende Bedarf besonders den Bereich der ambulanten Pflege. Hier wird den Ergebnissen zufolge im Landesdurchschnitt ein Mehrbedarf von 14,4 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Entsprechen die genannten Zahlen auch den bisherigen Schätzungen der Stadt Frankfurt für den Bereich der Pflege?
- Wie bewertet der Magistrat die genannten Zahlen des Hessischen Pflegeberichts hinsichtlich möglicher Herausforderungen für die Stadt Frankfurt?
- Welche Konsequenzen ergeben sich für die Stadt Frankfurt ggf. aus diesen Zahlen?
- Welcher Personalbedarf bzw. Personalmangel lastet schon heute auf den ambulanten Pflegediensten der Stadt Frankfurt und wie gedenkt der Magistrat diesem ggf. zu begegnen?
- Welchen Personalmehrbedarf sieht der Magistrat für die ambulante Pflege in den kommenden Jahren auf die Stadt Frankfurt zukommen und wie gedenkt der Magistrat diesem ggf. zu begegnen?
- Wie bewertet der Magistrat die folgenden Bereiche der Pflege hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Personalsituation und möglichen strukturellen Herausforderungen?
- a)Betreuung
- b)Kurzzeitpflege
- c)Tagespflege
- d)Vollstationäre Pflege
- e)Pflege-WGs
- f)Palliativversorgung